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5 Fakten zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft

5.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Unsicherheiten dämpfen die Konjunktur
Die Weltwirtschaft hat in 2012 an Schwung verloren. 2013 gab es zwar eine Stabilisierung, die wegen hoher öffentlicher Defizite und expansiver Geldpolitik aber fragil ist. Europa bleibt das Schlusslicht der Weltkonjunktur.
 
Deutschland gilt neben Polen und Skandinavien als wirtschaftlicher Stabilitätsanker in Europa. Das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes soll nach der Prognose des Sachverständigenrates („Fünf Weise“) in 2013 bei 0,4 Prozent und in 2014 bei 1,6 Prozent liegen.
 
Deutsche Wirtschaft mit positivem Ausblick für 2014
Der Sachverständigenrat sagt für 2014 einen Aufschwung voraus, der vor allem binnenwirtschaftlich getragen ist. Die Konsumausgaben sollen infolge steigender Lohnabschlüsse und stabiler Beschäftigung um 1,4 Prozent wachsen. Nur geringe Impulse kommen von den Exporten. Auch die Investitionen sollen wieder anziehen, nachdem es hier in 2012 und 2013 eine Stagnation gegeben hat. Vor allem bei den Ausrüstungsinvestitionen der Wirtschaft werden positive Impulse erwartet, zumal die Zinsen niedrig sind.
 
Weiter unter 3 Millionen Arbeitslose
Für 2014 erwarten die Wirtschaftsforscher im Jahresdurchschnitt ein Verharren der Arbeitslosenzahl knapp unter der Grenze von 3 Millionen Personen. Die Zahl der Erwerbstätigen soll sich 2014 um weitere 250.000 auf 42,1 Millionen Personen erhöhen. Das ist ein Beschäftigungsrekord.
 
Leichte Inflation
Für die Verbraucher soll die Preissteigerung trotz eines merklichen Anstiegs der Nahrungsmittelpreise weiter unter 2 Prozent liegen. In 2013 beträgt die Inflation nur noch 1,5 Prozent. Dazu tragen unter anderem rückläufige Energiepreise bei. So wird der gesamtwirtschaftliche Preiseffekt der Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz auf 0,2 Prozentpunkte beziffert. Preisdämpfend auch in Deutschland wirkt die rückläufige Auslastung der Industrie in vielen europäischen Nachbarländern.
 
Öffentliche Haushalte ausgeglichen
2013 schließen die öffentlichen Haushalte in Deutschland nach Einschätzung des Sachverständigenrates mit einem leichten Überschuss von 3,8 Milliarden Euro ab. Für 2014 wird mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet, vorausgesetzt die neue Bundesregierung hält sich mit zusätzlichen Staatsausgaben zurück. Wesentlich hierfür dürften deutlich wachsende Ausgaben für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung sein.
 
Die staatlichen Steuereinnahmen werden nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums 2014 bei 657 Milliarden Euro liegen. Das entspricht einem Plus gegenüber 2013 von 2,8 Prozent. Die Wirtschaftsweisen fordern, dass die Ziele der „Schuldenbremse“ weiter verfolgt werden, indem die Staatsausgaben begrenzt und reduziert werden.