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5 Fakten zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft

5.3 Buchführungsergebnisse

Wirtschaftsanalyse auf der Basis von 15.360 Buchführungsabschlüssen
Der Analyse zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Landwirtschaft liegen 15.360 Jahresabschlüsse von landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben zu Grunde. Es handelt sich dabei um Buchführungsabschlüsse der LAND-DATA, des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes Kiel und anderer regionaler Buchstellen. Die Ergebnisse sind anhand der Verteilung der Betriebe nach der Agrarstrukturerhebung 2010 repräsentativ hochgerechnet. Bei den Ergebnissen zu den Agrargenossenschaften konnte auf die Unterstützung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und des Fachprüfungsverbandes (FPV) zurückgegriffen werden.
 
 
Buchführungsergebnisse Haupterwerbsbetriebe
 
Wirtschaftsjahr 2012/13 mit positiver Ergebnisentwicklung
Die Unternehmensergebnisse haben sich im Wirtschaftsjahr 2012/13 verbessert. Im Durchschnitt der ausgewerteten 14.021 Haupterwerbsbetriebe (Personengesellschaften und Einzelunternehmen) lag das Unternehmensergebnis mit 62.900 Euro um 9 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 57.700 Euro. Dabei fällt die Entwicklung der Wirtschaftszahlen nach Betriebsformen und Regionen unterschiedlich aus. Ackerbaubetriebe konnten kräftig gewinnen. Auch Veredlungs- und Weinbaubetriebe konnten zulegen. Dagegen mussten Futterbaubetriebe gegenüber dem Vorjahr deutliche Einbußen hinnehmen. Im Norden und Osten Deutschlands verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den Betrieben deutlich günstiger als in Süddeutschland.
 
Wirtschaftsjahr 2013/14 voraussichtlich mit insgesamt stabiler Ergebnisentwicklung
Tendenziell günstige Marktentwicklungen bei vielen wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen liefern im laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14 die Voraussetzung für eine insgesamt stabile Erlösentwicklung in den landwirtschaftlichen Betrieben. Jedoch dürften die witterungsbedingten Ertragsunterschiede zwischen den Betrieben groß sein. Nachgebende Preise bei Futter- und Düngemitteln entlasten die Betriebe. Während Ackerbaubetriebe auf Grund niedriger Getreide- und Ölsaatenpreise mit einem deutlichen Minus rechnen müssen, dürften die Futterbaubetriebe ihr Vorjahresminus mehr als wettmachen, insbesondere bei Milch. Unsicherer ist die Entwicklung in der tierischen Veredlung. Inwieweit sich die wirtschaftliche Lage in den Veredlungsbetrieben weiter erholen kann, bleibt offen. 
 
Je Landwirt 42.800 Euro
Das Unternehmensergebnis je Familienarbeitskraft beträgt im Wirtschaftsjahr 2012/13 im Durchschnitt der Betriebe 42.800 Euro. Die Landwirte haben damit ein „Bruttomonatseinkommen“ (monatliches Unternehmensergebnis je Familien-Arbeitskraft) von etwa 3.600 Euro erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil des Unternehmensergebnisses für die Finanzierung von Existenz sichernden Neuinvestitionen aufzuwenden ist. Auch die Zahlungen für die Landwirtschaftliche Alters- und Krankenversicherung müssen aus dem Unternehmensergebnis getragen werden. Diese betrugen im Durchschnitt der Betriebe im Wirtschaftsjahr 2012/13 6.600 Euro.
 
Im Durchschnitt der Betriebe zufriedenstellende Faktorentlohnung
Unter dem Blickwinkel der Entlohnung der im Betrieb eingesetzten Faktoren Arbeit und Kapital sind die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2012/13 im Durchschnitt der Betriebe zufriedenstellend. Unter der Annahme eines Lohnansatzes für die durchschnittlich 1,47 Familienarbeitskräfte, wie er für fremde Arbeitskräfte einschließlich Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung gezahlt wird, und eines Zinsansatzes von 3,5 Prozent für das eingesetzte Eigenkapital müsste das durchschnittliche Unternehmensergebnis bei 61.700 Euro liegen. Das tatsächliche Unternehmensergebnis lag mit 62.900 Euro nur knapp darüber. Die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämien) machen dabei 25.400 Euro aus.
 
Um 5,7 Prozent höhere Erträge
Die betrieblichen Erträge sind im Durchschnitt aller Betriebe im Wirtschaftsjahr 2012/13 um 5,7 Prozent gestiegen. Dabei legten preisbedingt besonders die Erträge aus Getreide und Raps kräftig zu. Überdurchschnittlich nahmen auch die Erträge aus dem Kartoffelanbau sowie aus dem Verkauf von Futter- und Energiepflanzen zu. Ertragszuwächse zwischen 4 und 6 Prozent gab es in der Ferkelerzeugung, in der Schweine- und Rindermast sowie im Zuckerrübenanbau. Lediglich bei Milch wurde das Niveau des Vorjahres unterschritten, und zwar um knapp 2 Prozent. Die staatlichen Zulagen und Zuschüsse gingen um fast 6 Prozent zurück. Hauptgrund dafür waren ein Rückgang der EU-Direktzahlungen infolge weiterer Kürzung durch Modulation und Wegfall der Zahlungen aus dem Grünlandmilchprogramm (Kuhprämie, Grünlandprämie). Hinzu kommt ein Rückgang der Investitionshilfen und der Agrarumweltmaßnahmen.
 
Um 5,2 Prozent höhere Aufwendungen
Die betrieblichen Aufwendungen nahmen im Wirtschaftsjahr 2012/13 mit plus 5,2 Prozent fast so stark zu wie die betrieblichen Erträge. Überdurchschnittlich erhöhten sich die Aufwendungen für Futtermittel, Pflanzenschutzmittel und Personal. Hinter den um rund 12 Prozent höheren Personalaufwendungen stehen gleichermaßen eine Beschäftigungszunahme sowie höhere Löhne. Zwischen 4 und 5 Prozent erhöhten sich die Aufwendungen für Pachten, Viehzukäufe, Energie/Treibstoffe sowie die Abschreibungen. Etwas geringer fielen die Aufwandssteigerungen bei Saat- und Pflanzgut sowie der Unterhaltung von Sachanlagen aus. Der Aufwand für Düngemittel dagegen blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, während der Zinsaufwand trotz deutlich gestiegenen Fremdkapitaleinsatzes rückläufig war.
 
Großes Plus in den Ackerbaubetrieben
Haupterwerbsbetriebe mit Produktionsschwerpunkt Ackerbau hatten im Wirtschaftsjahr 2012/13 gegenüber dem Vorjahr ihre Erträge aus Getreide-, Raps- und Kartoffelanbau vor allem preisbedingt um rund ein Drittel steigern können. Dadurch nahm ihr Unternehmensergebnis um rund die Hälfte auf 95.700 Euro (+ 52 Prozent) zu. Trotz geringerer Ernte konnte auch bei Zuckerrüben ein Ertragszuwachs erzielt werden. Auf der Aufwandsseite schlugen vor allem gestiegene Ausgaben für Personal, Pflanzenschutz- und Düngemittel, die Unterhaltung von Sachanlagen, Energie/Treibstoffe sowie Abschreibungen zu Buche.
 
Milchviehbetriebe aber mit deutlichem Minus
Wie im Vorjahr mussten die auf Milchviehhaltung spezialisierten Betriebe auch im Wirtschaftsjahr 2012/13 rückläufige Gewinne hinnehmen. Ihr Unternehmensergebnis fiel auf rund 52.300 Euro und damit gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent. Hauptursachen für die Ergebnisverschlechterung waren niedrigere Milchpreise und ein erheblich höherer Futtermittelaufwand. Auch staatliche Zuschüsse fielen geringer aus, vor allem durch den Wegfall des Grünlandmilchprogramms. Dem standen höhere Erträge aus dem Verkauf von Rindern und Kühen sowie niedrigere Aufwendungen für Düngemittel und die Unterhaltung von Sachanlagen gegenüber. Während die betrieblichen Erträge insgesamt gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieben, legten die Aufwendungen um knapp 5 Prozent zu.
 
Rindermäster und Mutterkuhhalter mit negativer Ergebnisentwicklung
Die stärker auf Rindermast und Mutterkuhhaltung spezialisierten „sonstigen Futterbaubetriebe“ erreichten im Wirtschaftsjahr 2012/13 ein Unternehmensergebnis von 42.400 Euro. Gegenüber dem Stand des Vorjahres sind dies gut 7 Prozent weniger. Positiv auf das Unternehmensergebnis wirkten sich zwar höhere Rinderpreise aus. Die sich aber auch in dieser Betriebsform bemerkbar machenden niedrigeren Milchpreise sowie ein starker Anstieg der Futtermittelkosten standen einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage dieser Betriebe entgegen.
 
Wirtschaftliche Erholung bei den Veredlungsbetrieben
Die Veredlungsbetriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2012/13 ihre wirtschaftliche Situation weiter verbessern. Mit 64.000 Euro lag ihr Unternehmensergebnis etwas über dem Durchschnitt aller Betriebe (62.900 Euro). Gegenüber dem Vorjahr resultiert daraus ein Plus von rund 15 Prozent. Hauptgrund für die positive wirtschaftliche Entwicklung sind Erzeugerpreise für Mastschweine und Ferkel, die im Schnitt des Wirtschaftsjahres 2012/13 die Vorjahres linie deutlich überschritten. Die stark gestiegenen Ausgaben, insbesondere für Futtermittel und die Unterhaltung der Sachanlagen als Folge der geänderten Haltungsbedingungen bei Sauen, konnten mit den höheren Erlösen mehr als aufgefangen werden. Die auf Geflügelhaltung spezialisierten Veredlungsbetriebe allerdings konnten ihr Vorjahresergebnis nicht halten. Sie schlossen im Jahresvergleich mit einem Minus von 8 Prozent ab.
 
Wein- und Obstbaubetriebe mit Plus – große regionale Unterschiede
Die auf den Weinbau ausgerichteten Dauerkulturbetriebe verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2012/13 einen weiteren Anstieg ihrer Wirtschaftsergebnisse. Bei großen regionalen Unterschieden liegt das durchschnittliche Unternehmensergebnis dieser Betriebsgruppe bei 65.100 Euro. Das sind rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei liegt das durchschnittliche Unternehmensergebnis in Baden-Württemberg (44.600 Euro) und in Bayern (39.900 Euro) trotz hoher prozentualer Zunahmen erheblich niedriger als in Rheinland-Pfalz (73.500 Euro). Die auf Obstanbau ausgerichteten Dauerkulturbetriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2012/13 ihr niedriges Vorjahresergebnis um gut die Hälfte erhöhen.
 
Öko-Betriebe mit Ergebnisverbesserung
Unter den Haupterwerbsbetrieben konnten auch 283 Betriebe des ökologischen Landbaus ausgewertet werden. Davon sind 69 Prozent Milchviehbetriebe. Die Einflussfaktoren auf Erträge und Aufwendungen waren ähnlich wie bei den konventionell wirtschaftenden Betrieben. Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um gut 2 Prozent, die Aufwendungen um gut 1 Prozent. Das Unternehmensergebnis stieg im Wirtschaftsjahr 2012/13 um 7 Prozent auf 66.100 Euro je Betrieb (nicht hochgerechnet). Die Öko-Betriebe weisen deutlich höhere Zahlungen aus Agrarumweltmaßnahmen bzw. Flächenprämien für den ökologischen Landbau auf, durchschnittlich 18.600 Euro im Vergleich zu 2.900 Euro im Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe.
 
Mehr Fremdkapital – geringerer Zinsaufwand
Der durchschnittliche Fremdkapitaleinsatz je Haupterwerbsbetrieb erhöhte sich im Wirtschaftsjahr 2012/13 um durchschnittlich knapp 5 Prozent auf 174.200 Euro. Das waren gegenüber dem Stand des Vorjahres 7.700 Euro mehr. Je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche beträgt der Fremdkapitaleinsatz rund 2.200 Euro. Vom gesamten betrieblichen Fremdkapital entfielen durchschnittlich 41.900 Euro (24,0 Prozent) auf kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr. Die Zinsaufwendungen lagen bei durchschnittlich 6.100 Euro je Unternehmen, gegenüber Vorjahr knapp 2 Prozent weniger. Offensichtlich nutzten viele Betriebe das günstige Zinsniveau zur zusätzlichen Fremdkapitalaufnahme für Investitionen bzw. zur Umschuldung.
 
Anstieg der Investitionstätigkeit
Die Bruttoinvestitionen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe nahmen im Wirtschaftsjahr 2012/13 um 3 Prozent auf durchschnittlich 54.100 Euro zu. Die Nettoinvestitionen betrugen durchschnittlich 15.400 Euro je Betrieb, das sind rund 700 Euro mehr als im Vorjahr. In diesen Zahlen ist nicht berücksichtigt, dass viele Landwirte die betriebswirtschaftlich vorteilhaften Möglichkeiten des EEG genutzt haben und vor allem in Photovoltaik- und Biogasanlagen investiert haben, die im landwirtschaftlichen Buchführungsabschluss nicht oder nur teilweise aufgeführt werden.
 
Nachhaltige Wirtschaftlichkeit
Wegen der relativ starken Schwankungen der Gewinne in der Landwirtschaft wird die wirtschaftliche Lage in den Betrieben zusätzlich auch anhand mehrjähriger Durchschnitte beurteilt. Im Durchschnitt der Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2012/13 erzielten 46 Prozent der Haupterwerbsbetriebe einen durchschnittlichen Unternehmensgewinn von mehr als 50.000 Euro. Im Durchschnitt lag das Unternehmensergebnis dieser Gruppe bei 98.800 Euro. Auch Brutto- und Nettoinvestitionen lagen mit 75.400 Euro bzw. 26.300 Euro erheblich über dem Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe. Ganz anders stellen sich die Verhältnisse in den Betrieben unter 30.000 Euro nachhaltigem Unternehmensgewinn. Hier fanden im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre mit 5.000 Euro nur noch vergleichsweise geringe Nettoinvestitionen statt. Das Eigenkapital wurde jährlich um rund 1.100 Euro abgebaut.
 
42 Prozent der Betriebe mit Eigenkapitalbildung über 10.000 Euro
Die nachhaltige Eigenkapitalbildung der drei Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2012/13 betrug im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe 13.000 Euro. Als pauschale Messgröße zur Sicherung der Existenz eines Haupterwerbsbetriebes gilt eine jährliche Eigenkapitalbildung von etwa 10.000 Euro. Von der Gesamtheit der Haupterwerbsbetriebe erwirtschafteten im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftjahre 42 Prozent eine Eigenkapitalbildung von mindestens 10.000 Euro. Die durchschnittliche Eigenkapitalbildung dieser Betriebe betrug 40.200 Euro. Die Bruttoinvestitionen dieser Betriebe lagen bei jährlich 81.100 Euro, die Nettoinvestitionen bei entsprechend 35.900 Euro. In den 24 Prozent der Haupterwerbsbetriebe mit nachhaltigen Eigenkapitalverlusten von jährlich mehr als 5.000 Euro dagegen wurde zusätzliches Fremdkapital aufgenommen und gleichzeitig deutlich mehr abgeschrieben als investiert.
 
Viele Betriebe auf dem Rückzug aus der Landwirtschaft
Etwa 45 Prozent der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe investierten in den zurückliegenden drei Wirtschaftsjahren netto mehr als 5.000 Euro im Jahr, im Durchschnitt 48.000 Euro. Ihr Unternehmensergebnis war mit jährlich 73.600 Euro ebenso überdurchschnittlich wie die Eigenkapitalbildung mit 29.300 Euro und die Fremdkapitalzunahme mit 24.000 Euro. Anders in den Betrieben, in denen Vermögen abgebaut wurde: Etwa 34 Prozent der Betriebe hatten in den letzten drei Wirtschaftsjahren negative Nettoinvestitionen von jährlich mehr als 5.000 Euro. Neben einem niedrigen Unternehmensergebnis sind Eigen- und Fremdkapitalabbau und damit Minderung des Unternehmensvermögens kennzeichnend für die Situation dieser Betriebe.
 
Fremdkapital ist in vielen Betrieben ein wichtiges Finanzierungsinstrument
Etwa 23 Prozent der Betriebe nahmen im Durchschnitt der letzen drei Wirtschaftsjahre jährlich mehr als 10.000 Euro Fremdkapital auf, im Durchschnitt dieser Betriebe waren es 57.400 Euro. Kennzeichen dieser Betriebe ist vor allem eine hohe Investitionstätigkeit. Betriebe dagegen, die ihren Fremdkapitaleinsatz in den letzten Jahren nachhaltig reduzierten, investierten zwar wesentlich weniger, zeichnen sich aber auch eher durch durchschnittliche Unternehmensergebnisse und Eigenkapitalbildung aus.
 
 
Nebenerwerbsbetriebe
 
Unternehmensergebnisse verbessert
Das durchschnittliche Unternehmensergebnis der Nebenerwerbsbetriebe lag im Wirtschaftsjahr 2012/13 bei 19.700 Euro. Dies sind 1.500 Euro mehr als im Vorjahr. Die Ergebnisse beruhen auf 1.339 ausgewerteten Nebenerwerbsbetrieben. Die meisten davon (61 Prozent) sind auf Ackerbau ausgerichtet.
 
Die durchschnittliche Größe der Nebenerwerbsbetriebe beträgt 39,6 Hektar LF. Gegenüber dem Vorjahr sind insbesondere die Viehbestände und die Zahl der Arbeitskräfte zurückgegangen. Auch die Entwicklungen bei den Erträgen (- 2,3 Prozent) und Aufwendungen (- 4,7 Prozent) deuten darauf hin, dass sich die ausgewerteten Nebenerwerbsbetriebe stärker auf ihre außerlandwirtschaftliche Beschäftigung konzentrieren.
 
 
Agrargenossenschaften
 
Viehhaltung aufgestockt
Die ausgewerteten 100 Agrargenossenschaften aus den neuen Ländern bewirtschafteten 2012 im Durchschnitt 1.659 Hektar LF. Insgesamt wurden durchschnittlich 31 Vollarbeitskräfte (AK) beschäftigt. Die bewirtschaftete Fläche der Betriebe und die durchschnittlich gehaltenen Viehbestände blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
 
Positive Entwicklung der Unternehmensergebnisse
Die betrieblichen Erträge stiegen 2012 um 13 Prozent. Die betrieblichen Aufwendungen nahmen etwas weniger zu, und zwar um 8 Prozent. Das Unternehmensergebnis (Jahresüberschuss) betrug im Durchschnitt 296.000 Euro nach 210.000 Euro im Vorjahr. Gemessen an der Kennzahl „Unternehmensergebnis plus Personalaufwand“, die einen Vergleich zwischen den Betrieben verschiedener Rechtsformen ermöglicht, wurden je Arbeitskraft 39.100 Euro erzielt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 12 Prozent. Bei den Haupterwerbsbetrieben betrug der entsprechende Wert 38.300 Euro (+ 8 Prozent). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Ergebnisse für die Agrargenossenschaften auf das Kalenderjahr 2012 beziehen und die Ergebnisse für die Haupterwerbsbetriebe auf das Wirtschaftsjahr 2012/13.