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04.02.2010
Landtechnik und Landwirtschaft geprägt von Hightech und moderner Informationstechnik
Schon immer galt die Landwirtschaft als
Vorreiter in der Nutzung moderner Technologien zur Optimierung von
Arbeitsabläufen und landwirtschaftlichen Betätigungsfeldern. Dies betonte
Hans-Benno Wichert, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses für Bildung, auf der
Internetseite www.it-fitness.de
zum Beruf des Landwirts. Heute sei die Landwirtschaft durch die Nutzung weit
entwickelter und hoch technisierter Arbeitsmaschinen und -geräte geprägt. Auf
diese Weise werde die Arbeitsbelastung gesenkt, Prozesse verbessert und der
betriebswirtschaftliche Erfolg gesteigert. „Neue Technologien helfen, den
Herstellungsprozess und die Qualität der Produkte zu verbessern. Hohe Qualität
bedeutet auch mehr Sicherheit für Verbraucher“, sagte Wichert. Nicht zuletzt
fördere moderne Informationstechnik in der Landwirtschaft den Umwelt- und Tierschutz.
Vom hohen Technikeinsatz in der
Landwirtschaft könne man sich direkt auf den Betrieben ein Bild machen,
erklärte Wichert. Aber auch den Besuchern der 75. Internationalen Grünen Woche
in Berlin präsentierten sich auf dem Erlebnisbauernhof hoch moderne Maschinen
und Informationstechniken. So wurde ein Melkroboter ausgestellt, der es den
Kühen ermögliche, den Melkzeitpunkt selbst zu bestimmen. Zusätzlich erfasse der
Computer, wie viel und wie häufig eine Kuh Milch gibt und könne außerdem
Aussagen zur Qualität der Milch machen. Eine weitere Aufgabe des Landwirtes sei
es vor diesem Hintergrund aber auch, die ermittelten Daten zu kontrollieren und
auszuwerten. „Ein hohes technisches Verständnis, besonders aber Tierkenntnis, wird
von dem Landwirt dadurch verlangt“, verdeutlichte Landwirt Wichert.
Besondere Bedeutung misst Wichert in diesem
Zusammenhang dem E-Learning in der Landwirtschaft bei. Landwirten ermöglichten
solche E-Learning-Portale die Überwindung von Zeit und Raum. „Als Bauernverband
können wir dies nur begrüßen und vorantreiben“, meint Wichert. Zunächst jedoch
müssten die nötigen Voraussetzungen erfüllt werden: „Die ländlichen Räume
brauchen eine bessere Versorgung mit Breitbandtechnik. Auch entlegene Höfe
müssen an das schnelle Internet angebunden werden.“ Hier seien vor allem
Wirtschaft und Politik gefragt.
Auch Anne Hartmann, Landwirtin aus Lüneburg
und Bundesvorsitzende der Deutschen Landjugend (BDL), ist von der Bedeutsamkeit
moderner Technologien und einem kompetenten Umgang mit Informationstechnik in
der Landwirtschaft überzeugt. „Durch den Einsatz modernster Technologien
steigert der landwirtschaftliche Unternehmer nicht nur die Effizienz seines
Betriebes, er nutzt diese auch für die Buchhaltung und zur Abwicklung der
Kommunikation mit seinen Kunden“, weiß die angehende Agrarwissenschaftlerin.
Von der Tierhaltung bis zum Pflanzenanbau hänge die landwirtschaftliche
Produktivität immer auch vom Einsatz dieser Technologien ab. So könne man
heutzutage mit einer Sämaschine aufs Korn genau bestimmen, wie viel Aussaat pro
Quadratmeter erforderlich sei, um anschließend den Pflanzenbestand optimal zu
versorgen.
Nach Schätzungen der jungen Landwirtin
lagen die Ernteerträge in der Vergangenheit um bis zu Zweidrittel niedriger als
heutzutage. Dies führt Hartmann vor allem auf die Kostenoptimierung von
modernen Technologien in einzelnen Arbeitsschritten zurück. So könnten
beispielsweise die umweltschonenden Düngungssensoren an Traktoren anhand des
Blattgrüns einer Pflanze erkennen, wie viel Düngung diese benötige. „Aber auch
die auf Tierhaltung spezialisierten Landwirte kommen nicht ohne solche
Technologien aus“, weiß Hartmann aus eigener Erfahrung. Die Landwirtin
bedauert, dass man sich das Technologie-Wissen meist selber aneignen müsse.
Deshalb liegt ihr die Vernetzung und IT-Vermittlung junger Landwirte besonders
am Herzen, einen weiteren Ausbau solch spezifischer Portale begrüßt Hartmann
sehr. Sicher sei, dass Hightech und moderne Informationstechnik die Landtechnik
und Landwirtschaft auch weiterhin maßgeblich prägen werden - ob
Riesenmähdrescher, Sämaschine, Futtermaschine oder Melkautomat.
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