Ernte 2010
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Agrarhandel wichtige Konjunkturstütze 

DBV fordert Ausbau der Agrarexportförderung
Der deutsche Agrarexport hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld relativ gut behauptet. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) auf der Grundlage aktueller vorläufiger Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes mitteilte, haben sich die deutschen Exporte an Agrar- und Ernährungsgütern im ersten Halbjahr 2009 entgegen dem allge­meinen Trend mengenmäßig weiter positiv entwickelt. 2008 war mit über 52 Milliarden Euro ein neuer Ausfuhrrekord erzielt worden. Nach Auffassung des DBV kann der Beitrag des Exports zur Sicherung der Wirtschaftsstandortes Deutschland aber nur gewahrt bleiben, wenn auch die Agrarexportförderung ausgebaut wird. Dies im Besonderen nach dem Wegfall der CMA.
 
Gegenüber dem Vorjahr wurden im ersten Halbjahr 2009 rund 2 Prozent mehr deutsche Agrargüter im Ausland verkauft. Allerdings erzielten die Agrarexporteure dafür knapp 8 Pro­zent niedrigere Preise, so dass ihre Erlöse über den Export um gut 5 Prozent hinter dem Vorjahr zurückblieben. Dieser Umsatzrückgang fällt jedoch wesentlich geringer aus als bei den Exporten der übrigen deutschen Wirtschaft. Deren Erlöse gingen im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um über 24 Prozent zurück, betont der DBV. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei den Importen von Agrar- und Ernährungsgütern. Wertmäßig gingen sie nur um knapp 2 Prozent zurück, während sich die Importausgaben der übrigen deutschen Wirtschaft um über 19 Prozent verringerten. Mengenmäßig stiegen die Importe mit gut plus 2 Prozent ähnlich stark an wie die Agrarexporte.
 
Für das Jahr 2008 liegen vom Statistischen Bundesamt noch keine endgültigen Werte vor. Der DBV schätzt deshalb den Anstieg des Agrarexportes im vergangenen Jahr auf 14 Pro­zent gegenüber dem Vorjahr (52,4 Milliarden Euro). Die deutschen Agrareinfuhren ent­wickelten sich auf 62,2 Milliarden Euro (plus 9 Prozent). Kennzeichen für den deutschen Agrarexport ist die Ausfuhr von Qualitätsprodukten, vor allem hochwertigen Veredlungs­erzeugnissen. So sind Milch und Milcherzeugnisse, darunter vor allem Käse sowie Fleisch und Fleischwaren die wichtigsten Produkte des deutschen Agrarexportes. Weitere wichtige Exportwaren sind Ölsaaten und -produkte, Getreide, Zucker und Süßwaren, Tabakerzeug­nisse, Obst-/Gemüseerzeugnisse, Kaffee, lebende Tiere, Kakao, Bier und Wein. Die ernährungswirtschaftlichen Ausfuhren sind für die deutsche Landwirtschaft wichtig, erwirtschaftet sie doch damit etwa fast ein Viertel ihrer Verkaufserlöse.  Deutschland nimmt im Agrarhandel im Weltvergleich einen Spitzenplatz ein. Mit seinen Exporten land- und ernährungswirtschaftlicher Erzeugnisse steht Deutschland in der Weltrangliste auf Platz 3 nach den USA und den Niederlanden und vor Frankreich. Bei den Einfuhren steht Deutschland sogar an zweiter Stelle nach den USA.
  
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