Pressemeldungen  | 05.02.2013

Deutsche Bauern setzen sich in Brüssel für Abschluss des EU-Haushaltes ein

COPA-Sondersitzung am Mittwoch mit Bauern aus allen EU-Staaten

Anlässlich des Gipfels der Staats- und Regierungschefs zum mehrjährigen EU-Finanzrahmen kommen am morgigen Mittwoch (06.02.2013) Bauern aus den EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel zu einer Sondersitzung des Europäischen Bauernverbandes COPA zusammen. Aus Deutschland werden vor allem Bauern aus dem Rheinland, aus Rheinland-Pfalz und aus Bayern anreisen. Die Delegation wird angeführt vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied.
 
Rukwied forderte im Vorfeld der COPA-Sondersitzung die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder auf, endlich einen Abschluss der Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2014 bis 2020 zu erreichen. „Damit steht und fällt die Ausgestaltung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik. Wir kämpfen für einen nominal konstanten EU-Agraretat bis 2020“, erklärte Rukwied.
 
Die Bemessung des EU-Agrarhaushaltes müsse der wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft Rechnung tragen, stellte Rukwied fest. Mehr als 500 Millionen Menschen in der EU erwarteten eine sichere und nachhaltige Versorgung mit Nahrungsmitteln. 26 Millionen Arbeitsplätze in landwirtschaftlichen Betrieben und weitere 50 Millionen Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen benötigen verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen, betonte der Bauernpräsident. Die Staats- und Regierungschefs seien noch gefordert, falschen agrarpolitischen Ideen wie Stilllegung durch Greening einen Riegel vorzuschieben.