Pressemeldungen  | 29.06.2016

Minister Meyer diskutiert mit dem DBV-Präsidium

Konstruktiver Dialog auf dem Bauerntag in Hannover

Die aktuellen agrarpolitischen Themen und die Herausforderungen der derzeitigen preisbedingten Krise der Landwirtschaft standen im Mittelpunkt eines Meinungsaustausches des Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes (DBV) mit dem Landwirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Christian Meyer, anlässlich des Deutschen Bauerntages in Hannover. Die Diskussion fand in einer konstruktiven und offenen Atmosphäre statt. Der zu den Grünen gehörende Agrarminister, der mehrfach medienwirksam die Agrarwende und eine Reduzierung der Tierhaltung gefordert hatte, erzeugte am Tag des DBV-Präsidiums in einer großen bundesweit verbreiteten Tageszeitung mit verständnisvollen Aussagen über die moderne Landwirtschaft Aufmerksamkeit. So zollte er der Tierhaltung in Deutschland mit dem autorisierten Zitat „Die große Mehrheit der Tierhalter hält sich an Recht und Ordnung“ Respekt und Anerkennung.

 

Im DBV-Präsidium stießen seine neuerlichen, überraschenden Wertungen jedoch vor dem Hintergrund seiner praktischen Politik auf einige Zweifel. Übereinstimmung bestand dagegen in der Einschätzung, dass die Landwirtschaft zur Krisenbewältigung und zur Verhinderung zunehmendem Strukturwandels dringend auf sofort wirksame Unterstützungsmaßnahmen angewiesen ist. Über die Wege und geeigneten Instrumente dafür gab es unterschiedliche Einschätzungen, insbesondere zu den Maßnahmen für den Milchmarkt. Lebhaft diskutiert wurde die Entwicklung der Tierhaltung. Die Vertreter der Landesbauernverbände machten deutlich, dass die Nutztierhaltung in bäuerlicher Hand durch eine Entwicklung am Markt vorbei und ohne praxistaugliche Lösungen ins Abseits gestellt wird. Teilweise Übereinstimmungen gab es bei der Bewertung der Düngeverordnung, so bei der Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Düngung und bei ebenfalls noch erforderlichen Erleichterungen für kleinere und Grünlandbetriebe. Meyers Aussage zu den offenen Agrarmärkten, wonach es richtig sei, landwirtschaftliche Produkte zu exportieren und zu importieren und die Betrieb in ihrer Wettbewerbsfähigkeit darauf einzustellen, fand gleichfalls Zustimmung im DBV-Präsidium.