Pressemeldungen  | 26.01.2017

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung 2016 weiter reduziert

Erfolge auch bei kritischen Antibiotika

Die Nutztierhalter in Deutschland haben die Verwendung von Antibiotika weiter reduziert. Dies bestätigen die neuesten Auswertungen des Antibiotika-Monitorings der Qualität und Sicherheit QS GmbH.
 
Im Jahr 2016 verringerte sich die in Schweine und Geflügel haltenden Betrieben eingesetzte Antibiotikamenge im Vergleich zum Vorjahr um weitere 11,4 Prozent auf 486 Tonnen (548 Tonnen in 2015). Um 20 Prozent gesunken ist der Einsatz sogenannter kritischer Antibiotika (Wirkstoffklassen Fluorchinolone und Cephalosporine der 3.und 4. Generation) auf 5.240 kg. 2014 und 2015 waren es noch 7.650 kg bzw. 6.570 kg. Die Anwendung dieser Wirkstoffgruppen macht ohnehin in der Tierhaltung lediglich 1 Prozent des gesamten Antibiotika-Einsatzes aus.
 
Ausgewertet wurden mehr als 2,5 Millionen Behandlungsbelege, die in der QS-Antibiotikadatenbank vorliegen. Nach Einschätzung des DBV ist die Auswertung ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Strategie der Minimierung und Optimierung der Antibiotikaanwendung von den landwirtschaftlichen Tierhaltern erfolgreich umgesetzt wird.
 
Der DBV wird sich weiterhin für einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika und einen restriktiven Einsatz sogenannter kritischer Antibiotika einsetzen.