Pressemeldungen  | 01.02.2016

Ausbildungsvergütungen 2015 angestiegen

Nach wie vor Unterschiede in West- und Ostdeutschland

Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung lag im Jahr 2015 in Deutschland bei monatlich 826 Euro brutto (+ 3,9 Prozent im Vorjahresvergleich). Nach aktuellen Auswertungen des Bundesinstituts für Berufsbildung stiegen die Ausbildungsvergütungen in Westdeutschland auf durchschnittlich 832 € (+ 3,7 Prozent), in Ostdeutschland auf 769 Euro (+ 4,3 Prozent).

 

Zwischen den Ausbildungsbereichen unterscheiden sich die Ausbildungsvergütungen in West- und Ostdeutschland nach wie vor erheblich. In der Landwirtschaft wurden 723 Euro in Westdeutschland und 625 Euro in Ostdeutschland gezahlt. Für den Bereich der Industrie- und Handelskammern betrugen die durchschnittlichen Vergütungssätze 901 Euro (West) und 826 Euro (Ost). Bei den freien Berufen lagen die Ausbildungsvergütungen bei 738 Euro (West) bzw. 720 Euro (Ost), im Handwerk bei 698 Euro (West) und 600 Euro (Ost).

 

In den vergangenen Jahren wurden die Ausbildungsvergütungen aufgrund der insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung sowie wegen des zunehmenden Wettbewerbs um geeignete Auszubildende deutlich erhöht. Die Betriebe nutzen ihre Spielräume zur individuellen Gestaltung von Ausbildungsvergütungen zunehmend auch dafür, den Voraussetzungen und Eignungen der Auszubildenden besser gerecht werden zu können.