Pressemeldungen  | 14.09.2016

Bericht des Kompetenzkreises stellt Tierhalter vor große Herausforderungen

DBV fordert umfassende Folgenabschätzung vor Veränderungen

Der Abschlussbericht des Kompetenzkreises Tierwohl enthält nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zahlreiche Forderungen, für die noch keine praxistauglichen Lösungen zur Umsetzung verfügbar sind. Für die tierhaltenden Betriebe komme es grundsätzlich darauf an, umsetzbare und wirtschaftlich tragfähige Wege zur Weiterentwicklung zu finden.

 

Unerlässlich sei deshalb eine umfassende Folgenabschätzung, die auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit der empfohlenen Veränderungen beurteile, forderte der DBV. Eine Weiterentwicklung der Tierhaltung könne zudem nur gelingen, wenn die Bau- und Umweltgesetzgebung dies auch zulasse.

 

Der vom Kompetenzkreis empfohlene Bund-Länder-Tierschutzplan könne aber ein wichtiger Schritt sein, die verschiedenen Projekte in Deutschland zielführend und effizient zu bündeln sowie schneller praktikable Lösungen zu finden, erklärte der DBV. Eng damit verbunden sei die zeitnahe Entwicklung einer nationalen Nutztier-Strategie. Diese sollte zur Orientierung dienen, nicht begrenzt auf die laufende Legislaturperiode des Bundestages, sondern zeitlich darüber hinaus. Eine solche mittel- und langfristige Strategie sei geboten, um die aktuelle Verunsicherung der Tierhalter zu beenden. Die tierhaltenden Betriebe würden dadurch wieder dringend benötigte Sicherheiten für zukünftige Investitionen erhalten, betonte der DBV.