Pressemeldungen  | 17.02.2016

„Brauchen jetzt ein Förderangebot für Bioenergie im EEG, das in die Zukunft weist“

DBV-Vizepräsident Walter Heidl bei der Jahrestagung des Fachverbandes Biogas

Bei der Jahrestagung des Fachverbandes Biogas in Nürnberg forderte Walter Heidl, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), dass in die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab 2017 auch eine Anschlussregelung für die Bioenergie gehört: „Wir brauchen jetzt eine Anschlussregelung über 2020 hinaus, damit Landwirte mit Biogasanlagen planen und investieren können, sonst läuft es auf einen nicht verantwortbaren Rückbau bei Biogas hinaus.“ Die Bundesregierung müsse für eine erfolgreiche Energiewende die Chancen nutzen, die unter anderem in der Flexibilisierung und in der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas liegen. Gute und wettbewerbsstarke Anlagenkonzepte müssten auch über 2020 hinaus eine Chance in der EEG-Förderung bekommen.

 

„Wir müssen die Flexibilität und die vielen Einsatzmöglichkeiten von Biogas noch stärker hervorheben“, so Heidl. Die Biomasse sei die einzige ernst zu nehmende erneuerbare Energie, die eine bedarfsgerechte Stromerzeugung gewährleisten kann. Windenergie und Photovoltaik seien nicht annähernd so gut regelbar wie die Biomasse. Zudem wird auch der sehr erhebliche Beitrag der Biomasse zur Einsparung von CO2 nicht ausreichend gewürdigt. Mit einem jährlichen Einsparungsvolumen von rund 60 Mio. Tonnen CO2 leiste die Biomasse einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Für den weiteren Erhalt der Akteursvielfalt im Biomassebereich hält Heidl praktikable Regelungen zur Ausnahme von den Ausschreibungen im EEG für dringend geboten. „Landwirtschaftsnahe Anlagenkonzepte müssen auch künftig eine gute Chance haben“, so Heidl. Er unterstrich die gemeinsame Forderung des Bauernverbandes und des Fachverbandes Biogas, Anlagen unter 150 KW Bemessungsleistung von den Ausschreibungen auszunehmen. Gleiches solle für alle Anlagen gelten, die mindestens 80 Prozent Gülle oder Mist vergären.