Pressemeldungen  | 31.10.2012

Bundeskabinett beschließt grundlegende Überarbeitung der Tierseuchenbekämpfung

DBV sieht Schlüsselrolle der Impfung bei der Gesunderhaltung der Tiere

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die heutige Verabschiedung des Tiergesundheitsgesetzes durch das Bundeskabinett als eine wichtige Stärkung des Präventionsgedankens bei der Tierseuchenbekämpfung begrüßt. Mit der Umbenennung des Gesetzes von Tierseuchen- zu Tiergesundheitsgesetz würde deutlich gemacht, wie wichtig die Erhaltung der Tiergesundheit für die moderne Nutztierhaltung sei.

Der Bauernverband hat sich seit den 1990er Jahren mit seiner Kampagne „Impfen statt Töten“ für eine dem Tierschutz verpflichtete Bekämpfung von Tierseuchen eingesetzt. Mit Notimpfungen könne zum Beispiel bei einem Ausbruch der Klassischen Schweinepest wirksam und sicher dafür gesorgt werden, dass nicht wieder zahlreiche gesunde Tiere zur Eindämmung der Seuche getötet werden müssten.
Aber auch zum Schutz vor weniger gefährlichen Krankheiten könne der Einsatz von Impfstoffen einen wichtigen Beitrag leisten, Tiere gesund zu erhalten und somit nicht zuletzt den Antibiotikaeinsatz zu verringern.

Der DBV weist aber darauf hin, dass alle Möglichkeiten zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Gesunderhaltung der Tiere ausgeschöpft werden müssen, wenn das Gesetz seine Ziele erreichen soll. So seien Bund und Länder aufgefordert, im Hinblick auf den Einsatz von Impfstoffen und die Labordiagnostik Erleichterungen durchzusetzen. Nur so lässt sich der Tierarzneimitteleinsatz, auch der Antibiotikaeinsatz, durch präventive Maßnahmen in der Tierhaltung tatsächlich senken. Ein Problem sieht der DBV zum Beispiel bei der notwendigen Umwidmung von Impfstoffen, wenn Zuständigkeiten bei den Ämtern verlagert werden. Für die Früherkennung von Krankheiten fordert der DBV, eine Unterstützung der Tierhalter bei der Untersuchung verendeter Tiere oder tot geborener Jungtiere.