Pressemeldungen  | 11.04.2014

Bundesrat fordert Flächenstilllegung

DBV kritisiert nationalen Alleingang bei der GAP-Umsetzung

„Mit der heutigen Entscheidung zur nationalen Umsetzung der GAP-Reform und insbesondere zum Verbot jeglichen Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen hat der Bundesrat ein völlig falsches Signal gesendet“, stellt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, fest. „Der Beschluss des Bundesrates bedeutet faktisch die Wiedereinführung der Flächenstilllegung auf deutschen Äckern im Umfang von etwa 400.000 Hektar. Das hatten weder das EU-Parlament noch die Agrarminister der EU-Länder mit ihren Beschlüssen zur EU-Agrarreform beabsichtigt.“ Die im harten Wettbewerb stehenden landwirtschaftlichen Betriebe würden belastet und die bereits vorhandene starke Flächenkonkurrenz weiter verschärft. „Außerdem bedeutet dies das Aus für eine Eiweißstrategie, weil der Anbau von Körnerleguminosen – der ohnehin wirtschaftlich kaum sinnvoll ist – selbst auf den Vorrangflächen nicht praktikabel sein wird“, so der DBV-Präsident.