Pressemeldungen  | 22.04.2016

„Das Reinheitsgebot beginnt beim Landwirt“

Rukwied zum 500-jährigen Bestehen des Reinheitsgebotes für Bier

„Mit dem Reinheitsgebot für deutsches Bier verfügen wir nicht nur über das älteste Lebensmittelgesetz der Welt, sondern auch über eine wegweisende Kennzeichnung von Lebensmitteln. Das Reinheitsgesetz steht für Wahrheit und Klarheit, aber mehr noch für eine Produktphilosophie.“ Dies unterstrich der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, in seinem Beitrag zur Festbroschüre zum 500-jährigen Bestehen des Reinheitsgebotes. Landwirte, Brauer, Vermarkter, Lebensmittelhändler und Verbraucher könnten mit „Respekt, Anerkennung und Stolz“ auf dieses Jubiläum für deutsches Bier anstoßen.

 

Das Reinheitsgebot sei heute ein „Gütezeichen erster Klasse, zum Vorteil auch im harten internationalen Wettbewerb“, schrieb Rukwied. Daran hätten die Väter des Gebotes im Jahr 1516 sicher noch nicht gedacht. Im Wettbewerb mit Biersorten, die aus Reststoffen gebraut und mit Aromen schmackhaft gemacht werden, zählten hohe Akzeptanz und Verbrauchervertrauen. „Das Reinheitsgebot entwickelte sich von einem Kennzeichnungsprinzip zu einer erfolgreichen Marketingmaßnahme für ein Produkt mit starkem Image. Bier, nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, wurde zu einem Botschafter für die hochwertigen Premiumprodukte, die den deutschen Agrarexport auszeichnen“, betonte der Bauernpräsident. Nicht zuletzt sei das Reinheitsgebot ein Beispiel dafür, dass Transparenz und Klarheit auch ohne bürokratische Detailvorschriften gewährleistet werden können.

 

Die deutschen Landwirte lieferten für das Bier besten Hopfen und hochwertige Braugerste mit höchstem Vollgerstenanteil für ein Malz aus vollem Korn. „Das Reinheitsgebot fängt für uns auf dem Acker an. Mälzer, Brauer und Handel haben mit den Landwirten verlässliche Partner in einer Allianz für den Erfolg der Braukunst nach deutschem Reinheitsgebot“, unterstrich Rukwied in seinem Beitrag. Jede Stufe in der Wertschöpfungskette trage dafür Verantwortung, weshalb das wirtschaftliche Risiko beim Anbau der Braugerste und des Hopfens nicht allein beim Landwirt liegen dürfe. „Das beste Bier der Welt, nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, verlangt die besten Rohstoffe, die unsere heimischen Landwirte auch künftig liefern werden“, betonte Rukwied.