dbk-Monatsmagazin

dbk 08/11

Thema des Monats: 
Bleibeperspektive im ländlichen Raum
weitere Themen:
Was bringt Sommer 2011 für Euro und Charta?
Deutscher Bauerntag 2011 - 2. Teil
Sorgfalt bei der Lebensmittelerzeugung
Konjunkturbarometer Agrar 2. Quartal 2011
 
 
Bleibeperspektiven im ländlichen Räumen stärken
Schwerpunkt in Augustausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz
 
„Eine von Mittelstand, Handwerk, Land-, Forst- und Ernährungsbetrieben geprägte Wirtschaft sowie der Tourismus sind das Rückgrat der Entwicklung im ländlichen Raum.“ Das verdeutlicht Dr. Peter Pascher, Referent beim Deutschen Bauernverband (DBV) im Schwerpunkt „Bleibeperspektive im ländlichen Raum“ in der Augustausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk). Von insgesamt 3,5 Millionen Wirtschaftsbetrieben in Deutschland befände sich der überwiegende Teil in Gemeinden und Mittelstädten in der Fläche. Ländliche Räume seien aber nicht homogen, so Pascher weiter. Vielmehr gebe es neben prosperierenden Regionen auch solche, die problematisch seien. Hier hinterlasse der demografische Wandel aus der Abwanderung junger Menschen und dem wachsenden Anteil älterer Menschen zusammen mit dem schnell fortschreitenden wirtschaftlichen Strukturwandel tiefe Spuren. Eine Schlüsselrolle spielen hier laut Dr. Pascher die Nahversorgung, Schulen und die medizinische Betreuung.
 
Auch die Land- und Forstwirtschaft spielen dabei nach Ansicht Paschers eine entscheidende Rolle, denn Bleibeperspektiven für junge Menschen begännen bei der Land- und Forstwirtschaft. Sie schaffe Landschaft, vertraute naturnahe Lebensräume und Heimat. Zudem sei die Land- und Forstwirtschaft Kern der wachsenden Agrar- und Ernährungswirtschaft, indem sie standortnahe Arbeitsplätze sichere, regionale Wirtschaftskreisläufe fördere und neben Nahrungsmitteln zunehmend Rohstoffe für stoffliche und energetische Zwecke zur Verfügung stelle.
 
Entscheidende Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und Lebensqualität im ländlichen Raum sei aber auch eine flächendeckende Breitbandversorgung. Hier geht es nach Meinung Paschers auch um die Arbeitsfähigkeit und Bildungsmöglichkeit der landwirtschaftlichen Unternehmerfamilien. Ebenso sei ein schnelles Internet für den wachsenden ländlichen Tourismus unverzichtbar, so Pascher in der dbk.
 
Weitere Autorenbeiträge und Interviews im Rahmen des Schwerpunktes thematisieren die Zukunft der Zweiten Säule in der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, beschreiben Initiativen, um dem ländlichen Raum neue Zukunftsperspektiven zu geben und verdeutlichen den Stellenwert des Landtourismus.
 
 
 
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-August-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
 
 
Was bringt dieser Sommer 2011 für den Euro und die Charta?
Hoffen wir, dass der August den Rekord-Regenmonat Juli 2011 schnell wieder vergessen
lässt und es doch noch zu einer halbwegs passablen Ernte kommt. Hoffen wir, dass die
Brüsseler Gipfelbeschlüsse vom 21. Juli 2011 die Grundlage für eine nachhaltige Stabilisierung
des Euro, eine nachhaltige Gesundung der Staatsschulden-Länder und eine nachhaltige
Stärkung des europäischen Integrationsprozesses gelegt haben. Hoffen wir, dass
die von Bundesministerin Aigner angestoßene Charta-Diskussion um die Landwirtschaft in
konstruktive und tragfähige Bahnen gelenkt werden kann. Hoffen wir, dass das Thema
Landwirtschaft und Tierhaltung nicht zum Tummelfeld für eine Stigmatisierung der Landwirte
und kriminelle Übergriffe auf ihr Eigentum wird.
 
„Die Kuh ist noch nicht vom Eis“
Die große Zahl an hochrangigen Gästen auf dem Bauerntag in Koblenz belegte einmal mehr in eindrucksvoller Weise, wer als Interessenvertretung
der deutschen Land- und Forstwirtschaft Gehör und Anerkennung findet. Im Nachgang zur umfangreichen Bericht erstattung
in der letzten dbk dokumentieren wir hier die wichtigsten Aussagen der Gäste auf dem Bauerntag.
 
Ausdauer und viel Moderation
Die wirtschaftlichen Perspektiven der Landwirte sollen gestärkt werden. Konkret geht es
um die Zukunft der Zweiten Säule in der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik für den
Zeitraum von 2014 bis 2020: ein wesentliches Anliegen des Beratenden Ausschusses für
„Ländliche Entwicklung“ der EU-Kommission. Dr. Peter Pascher, Referent beim Deutschen
Bauernverband, wurde jüngst zum neuen Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt.
 
 
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