dbk-Monatsmagazin

dbk 09/11

Thema des Monats: 
Ernte 2011: Magere Bilanz
weitere Themen:
Wetterextreme dominieren Ernte
Risikoausgleichsrücklage könnte helfen
Entwicklung der Erntetechnik
EHEC- Eine Chronologie
 
 
Magere Erntebilanz – Sorge um Veredlungsbetriebe
Präsident Sonnleitner im Klartext in der Septemberausgabe der dbk
 
„Wir werden das durchwachsene Jahr 2010 nochmals deutlich unterlaufen und haben eine äußerst magere Bilanz der Getreideernte zu ziehen.“ Das betonte Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) im Klartext der Septemberausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz, die demnächst erscheint und im Schwerpunkt die Ernte 2011 analysiert. Sonnleitner weiter: „Dem heißen und trockenen Sommer im Frühjahr folgte ein Frühjahr im Sommer mit rekordverdächtigen Niederschlagsmengen gerade im Norden und Nordosten. Es waren und sind gute Nerven gefragt, um das Getreide vom Halm zu holen. Teilweise war es eine Schlacht ums letzte Korn und manchem Kollegen war es wochenlang nicht möglich, die tiefnassen Äcker zu befahren.“ Zur Bilanz 2011 gehört nach Aussage des DBV-Präsidenten aber auch, dass die Landwirte vor einer „wuchtigen Mais- und einer hoffnungsvollen Zuckerrübenernte sowie Weinlese“ stehen und die Grünfutterversorgung keine Sorgen bereitet.
Extreme Sorgen mache sich Präsident Sonnleitner aber um die Veredlungsbetriebe, allen voran die Sauenhalter. Zwar seien sie das Auf und Ab der Märkte gewohnt und konnten in den beiden vergangenen Jahren wieder etwas Luft holen. „Wenn jetzt aber nicht schnell eine Trendwende bei den Schlacht- und Ferkelpreisen einsetzt, damit die extrem gestiegenen Erzeugungskosten abgefedert werden können, dann wird einigen bald die Luft ausgehen“, mahnte Sonnleitner.
Unabhängig von Ackerbau oder Veredlung hat nach Meinung Sonnleitners dieser Sommer erneut bestätigt, dass der Bauernverband mit seinen Forderungen nicht nachgeben darf. Insbesondere gelte es, den Landwirten ein Instrument an die Hand zu geben, damit sie die turbulenten Berg- und Talfahrten bei ihren Einkommen in den Griff bekommen. Umso unverständlicher, kritisierte der DBV-Präsident, sei die Abwehrhaltung der Bundesregierung gegenüber einer Risikoausgleichsrücklage. Zumindest müsse es aber gelingen, über ein Vorziehen der Auszahlung der Betriebsprämie zum 01. Dezember Luft in den Betrieben zu schaffen, forderte Präsident Sonnleitner.
 
 
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-September-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
 
 
Ernte 2011 – Ein mehr als mageres Ergebnis
Bei der diesjährigen Erntepressekonferenz des Deutschen Bauernverbandes am 25. August
2011 machte unser Getreidepräsident Dr. Kliem aus seinem Herzen keine Mördergrube:
„Die Aussaat für die diesjährige Ernte im Herbst letzten Jahres war nässebedingt schon
nicht optimal. Der Winter setzte mit Kahlfrösten vor allem den Rapsbeständen zu, das
Frühjahr wurde mit einer extremen Hitze- und Trockenperiode im April und Mai zum eigentlichen
Sommer und selbiger versank dann ab Ende Juni in wochenlangem Dauerregen,
je weiter im Nordosten, umso heftiger.“
 
„Eine Risikoausgleichsrücklage könnte helfen“
Bereits das zweite Jahr in Folge haben Wetterkapriolen die Ernte massiv beeinträchtigt.
Während die einen Landwirte gute und teils sogar überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt
haben, fiel die Ernte insbesondere im Norden und Nordosten buchstäblich ins Wasser.
Über die Ernte 2011 sprach die Deutsche Bauern Korrespondenz mit Dr. Klaus Kliem,
Präsident des Thüringer Bauernverbandes und DBV-Fachausschussvorsitzender Getreide/
pflanzliche Qualitätsprodukte.
 
Von der Sichel zum Mähdrescher
Fragt man junge Menschen nach der Entwicklung der Erntetechnik, ruft man zumeist
Staunen hervor. „Was gibt es da schon zu fragen?“, heißt es, und so ganz unrecht haben sie
nicht. Für die Jugend ist der Mähdrescher die Maschine, die die Getreideernte besorgt,
so wie bei Gras und Mais der Feldhäcksler und vielleicht noch der Ladewagen. Drei Maschinen
regeln für sie die Getreide- und Halmfutterernte, ohne Wenn und Aber, aber auch ohne
historischen Hintergrund. Dies ist bedauerlich, denn der Weg zur heutigen hochmodernen
Erntetechnik ist lang und voller spannender Innovationen. In den Schoß gefallen ist den
Menschen die heutige Erntetechnik nicht, vielmehr musste um jeden Fortschritt hart
gerungen werden. Dr. Klaus Herrmann, Direktor des Deutschen Landwirtschaftsmuseums
der Universität Hohenheim, stellt die Entwicklung der Erntetechnik vor.
 
 
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