dbk-Monatsmagazin

dbk 10/08

Thema des Monats:
Wie tickt Brüssel?
weitere Themen:
Brüssel - Lobbyarbeit im Herzen Europas
Erfolg: Doppelbesteuerung verhindert
UGB: Verhandlungen stocken
Horst Seehofer im DBV-Präsidium
 
 
Kein schwarzes Loch
„Wie tickt Brüssel?“ Eine äußerst wichtige und lesenswerte Fragestellung des vorliegenden Schwerpunktes dieser dbk! „Brüssel“ ist kein schwarzes Loch. Es hat seine Institutionen, seine
Köpfe, seine Regeln und Abläufe. Gewiss ist es ein weiter und oft auch verschlungener Weg
der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung. COPA und COGECA bewegen sich nunmehr
seit 50 Jahren auf diesen europäischen Wegen. Die Jahreskonferenz am 30. September
und 1. Oktober 2008 in Brüssel hat vielen Berufskollegen aus allen Teilen Europas wieder
deutlich gemacht, wie unverzichtbar diese Einrichtung als „Pfadfinder“ für uns alle ist. Als
DBV sehen wir in COPA auch künftig einen äußerst wichtigen Part unserer berufsständischen
Arbeit!
„Wie tickt Brüssel?“ Dies – vor allem im Hinblick auf den Health Check – wollten und wollen
große Delegationen unserer Landesbauernverbände jetzt auch während der Sitzungen des
EU-Agrarrats im September, Oktober und November wissen. Den Anfang machten der Rheinische Landwirtschaftsverband, der Bauernverband Sachsen-Anhalt und der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern. Sie haben den Termin hervorragend genutzt, um noch einmal unsere berufsständischen Forderungen zu betonen und auch aus der betrieblichen und regionalen Sicht zu untermauern: unser entschiedenes Nein zu einer erhöhten oder progressiven Modulation, unser klares Ja zu Begleitmaßnahmen für die auslaufende Milchquote einschließlich Milchfonds.
Positiv aufgenommen wurde von unseren Berufskollegen, wie ernsthaft die hochrangigen
EU-Beamten und Politiker Rede und Antwort standen. Die Vorschläge der Europäischen
Kommission sind das eine. Die Kommission versucht hierfür Verständnis zu finden und Mehrheiten zu organisieren. Genau umgekehrt ein Mitgliedstaat – hier die Bundesrepublik
Deutschland – beim Werben für Verständnis und Mehrheiten für eine abweichende Position.
Politisches Gewicht ist hierbei nur ein wichtiges Glied in der Kette. Genauso wichtig sind Fingerspitzengefühl und Verhandlungsgeschick.
Zurück auf heimisches Pflaster! Die Doppelbesteuerung ist vom Tisch. Es war ein riesiger
Erfolg unserer berufsständischen Arbeit durch engagiertes Auftreten und geschlossenes Zusammenwirken der Bauernverbände auf Bundes-und Landesebene!
 
 
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-Oktober-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
 
Modernes berufsständisches Lobbying in Brüssel
Im Gleichklang mit der europäischen Integration und Erweiterung hat sich die Interessenvertretungin Brüssel ebenso dynamisch entwickelt. Heute sind in Brüssel etwa 3000
Interessenverbände mit 15.000 Personen tätig. Das Spektrum der Interessenverbände
reicht von klassischen Wirtschaftsverbänden über Verbraucher-, Tierschutz-, Umweltverbände
bis hin zu Sozialverbänden. Jede Interessengruppe versucht auf die Entscheidungsprozesse
der europäischen Institutionen Einfluss zu nehmen.
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Wie funktioniert der Brüsseler Politikapparat
Für eine erfolgreiche Interessenvertretung ist die genaue Kenntnis der verschiedenen Institutionen der Europäischen Union – EU-Kommission, Ministerrat, Europäisches Parlament – und ihrer Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung. Klar muss sein, welche Akteure
die wichtigsten sind, wie sich die verschiedenen Institutionen des Brüsseler Politikapparats
gegenseitig beeinflussen und wo Möglichkeiten zur Einflussnahme bestehen.
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Öffentlichkeitsarbeit kaum zu überbieten
Die Landwirtschaft betreibt in diesen Wochen wieder intensive Öffentlichkeitsarbeit.
Zu Erntedank und auf Ausstellungen zeigen Bäuerinnen, Bauern und Landjugendliche der
Bevölkerung in zahllosen Veranstaltungen Einblick in ihr Handeln und bieten den Dialog
über die landwirtschaftlichen Tätigkeiten, die Herstellungsprozesse hochwertiger Lebensmittel,
ihre Tierhaltung und aufwändig betriebene Landschaftspflege und Naturschutz an.
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Interessenten können die dbk direkt beim Deutschen Bauernverband bestellen:
Die Zeitschrift erscheint monatlich und kann gegen eine Gebühr von 31,50 Euro inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer abonniert werden über g.reuser@bauernverband.net oder per Fax. 030-31904-431