dbk-Monatsmagazin

dbk 12/08

Thema des Monats:
"Dem Flächenverbrauch Einhalt gebieten"
weitere Themen:
Erbschaftsteuer: DBV setzt sich durch
Pflanzenschutzpolitik gefährdet Produktion
Umweltminister im DBV-Präsidium
Internationale Grüne Woche 2009
 
"Dem Flächenverbrauch Einhalt gebieten" lautet das Schwerpunktthema der Dezemberausgabe der dbk. Nicht nur die aktuelle Situation zum Thema Flächenverbrauch wird analysiert, sondern auch Lösungsansätze werden aufgezeigt. Im Aktuellen Interview sprach die dbk mit Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages, über das Raumordnungsgesetz, Flächenverbrauch, Ausgleichsmaßnahmen und die Rolle der Landwirtschaft im ländlichen Raum. Ein weiterer Artikel befasst sich mit dem Pachtmarkt als Schlüsselgröße für die Entwicklung der Landwirtschaft.
 
Im "Agrarpolitischen Standpunkt" erläutert und bewertet DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born die Ergebnisse des Health Check. In der Rubrik "Berichte" wird die künftige Pflanzenschutzpolitik erörtert und aufgezeigt, dass deren Verbotscharakter die Produktion gefährdet. Weitere Beiträge berichten über Bildungsarbeit, Förderung des DBV-Führungsnachwuchses und über das Programm auf der Internationalen Grünen Woche 2009.
 
 
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-Dezember-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
 
Health Check – Kein Traumergebnis, aber auch kein Debakel
Als nach nächtlichem Verhandlungsmarathon am Morgen des 20. November 2008 der französische Ratspräsident Barnier, die europäische Agrarkommissarin Fischer Boel und die
26 weiteren Agrarministerinnen und Agrarminister in Brüssel vor die Mikrofone und die
Kameras traten, sprachen deren Gesichter Bände. Wohlgesetzte Worte änderten nichts
daran: Nach anderthalb Jahren europäischer Debatte gab es kein glänzendes Resultat.
Kaum ein Minister distanzierte sich aber von diesem Ergebnis. Offenkundig war wieder
einmal ein typischer Brüsseler Kompromiss gefunden. Weder hatten sich die notorischen
Freihändler wie Großbritannien, Dänemark und die Niederlande noch die unzufriedenen
Mittelmeerländer und auch nicht die neuen Mitgliedsstaaten in Mittel- und Osteuropa
durchgesetzt. Auch die auf europäische Eigenständigkeit pochenden Franzosen waren
nicht vollständig zufrieden.
 
 
Kurswechsel beim Flächenverbrauch dringend erforderlich
Eine Trendumkehr beim Verlust landwirtschaftlicher Flächen für Siedlungen und Verkehr
ist nach wie vor nicht im Ansatz erkennbar. Angesichts steigender Herausforderungen einer
stetig wachsenden Weltbevölkerung und eines zunehmenden Bedarfs an nachwachsenden
Rohstoffen ist der heutige Umgang mit der knappen Ressource Boden nicht mehr
akzeptabel. Der Wert von Grund und Boden bedarf einer Neubewertung, der Umgang mit
der Fläche bedarf eines Paradigmenwechsels. Das neue Umweltgesetzbuch wird ein Prüfstein
sein, ob die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung den zukünftigen Herausforderungen
gerecht und an die heutigen Bedürfnisse des Naturschutzes und der Landwirtschaft
angepasst werden kann. Oder wird die Eingriffsregelung als heiliges Naturschutzinstrument
selbst unter Schutz gestellt?
 
 
Pflanzenschutz: Verbotspolitik gefährdet Produktion
In Brüssel werden derzeit die Weichen für eine künftige Pflanzenschutzpolitik gestellt.
Von den Entscheidungen zur Pflanzenschutz-Anwendungsrichtlinie und zur Pflanzenschutz-
Zulassungsverordnung hängt ab, wie die landwirtschaftliche Produktion, die Produktivität
und die Qualität landwirtschaftlicher Erzeugnisse künftig sein werden. In einer
sehr stark emotional geprägten Diskussion im Europäischen Parlament wird der chemische
Pflanzenschutz grundsätzlich in Frage gestellt. Bis zum Abschluss der Verhandlungen im
Januar 2009 muss alles unternommen werden, damit sich eine fachlich fundierte, verhältnismäßige und zukunftsorientierte Pflanzenschutzpolitik durchsetzt.
Dokument zum Download
 
 
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