Pressemeldungen  | 17.03.2016

DBV kritisierte Ministererlaubnis zur Übernahme Tengelmann durch EDEKA

Negative Folgen durch zunehmende Marktmacht

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Ministererlaubnis für die Übernahme von Kaiser‘s Tengelmann durch Edeka – auch mit verschärften Auflagen – kritisiert.
 
Dies gehe eindeutig zu Lasten der Wettbewerbssituation der Landwirtschaft, der Verarbeiter und Vermarkter. Die auch in einem jüngsten Gutachten des Kartellrechtlers Professor Lettl festgestellte vorhandene Marktmacht werde dadurch weiter zunehmen. Die Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Lebensmittelkette verschlechtere sich, so dass es, wie aktuell schon sichtbar, zu stärkeren Wertschöpfungsverlusten in der Landwirtschaft käme, befürchtete der Bauernverband.

Der DBV sieht die Politik unverändert in der Verantwortung, die kartell- und wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Lebensmittellieferkette nachzubessern. Neben einer wirksamen Fusionskontrolle müssten auch gerichtsfeste Instrumente zur Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen und klarer Grenzen zwischen harten Verhandlungen und der missbräuchlichen Ausnutzung von Nachfragemacht geschaffen werden, betonte der DBV.