Pressemeldungen  | 21.12.2016

DBV: Stabile Ausbildungszahlen in den „Grünen Berufen“

Ausbildungsoffensive zeigt weiterhin positive Wirkung

Die Ausbildungszahlen der „Grüne Berufe“ entwickeln sich im laufenden Ausbildungsjahr 2015/2016 mit insgesamt 13.615 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (+ 0,5% im Vorjahresvergleich) bundesweit stabil. In West-Deutschland registrierten die zuständigen Stellen 10.932 Neuverträge (+1,2 Prozent), in Ost-Deutschland waren es 2.683 Neuverträge (-2,5%). Entgegen der bundesweiten Gesamtentwicklung in allen dualen Ausbildungsberufen mit insgesamt 520.332 Neuverträgen (-0,4 Prozent) entwickelt sich die Ausbildung in den „Grünen Berufen“ trotz der weiter rückläufigen demographischen Entwicklung positiv. Diese Entwicklungen zeigen die aktuellen Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (Stichtag 30.09.2016). Nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes wirken sich laufende Aktivitäten zur Intensivierung und Professionalisierung der Berufsinformation und Nachwuchswerbung für die landwirtschaftlichen Berufe sowie zur Attraktivitätssteigerung der Ausbildung positiv auf die Ausbildungssituation aus.

 

Einen Anstieg der Ausbildungszahlen gab es in den Bundesländern Berlin (+10,3 Prozent), Sachsen (+4,4 Prozent), Baden-Württemberg (+4,3 Prozent), Bayern (+4,3 Prozent), Hessen (+4,2 Prozent) und Niedersachsen (+2,7 Prozent). Relativ deutliche Zuwächse verzeichneten die Berufe Forstwirt/in (+14,3 Prozent), Milchwirtschaftliche/r Laborant/in (+13,3 Prozent), Hauswirtschafter/in – ländl. Bereich (+18,8 Prozent) und Winzer/in (+3,4 Prozent). Der Beruf Landwirt/in (-0,6 Prozent) entwickelt sich aktuell etwa stabil, der Beruf Gärtner/in (+1,7 Prozent) leicht steigend.

 

Die teilweise schwierige konjunkturelle Entwicklung in den vergangenen Jahren scheint die betriebliche Ausbildungsbereitschaft in verschiedenen Regionen jedoch zu beeinträchtigen. Rückläufig entwickelten sich beispielsweise die Zahlen der Neuverträge in den Berufen Tierwirt/in (-13,7 Prozent) und Pferdewirt/in (-4,3 Prozent). In Thüringen (-14,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-11,9 Prozent) entwickelten sich die Neuverträge insgesamt deutlich rückläufig. Ausbildungsbetriebe kritisieren in vielen Fällen weiterhin erhebliche Mängel der Ausbildungsbereitschaft und -fähigkeit Jugendlicher.