Pressemeldungen  | 28.06.2016

„Deutscher Bauerntag 2016 mit Perspektiven und Erwartungen“

Rukwied zu Zielen und Inhalten des Bauerntages

„Das Leitthema des Deutschen Bauerntages 2016 in Hannover „Zukunft sichern, Bauern stärken“ ist zugleich Programm und Botschaft. Die Bauernfamilien blicken mit großen Erwartungen auf den Bauerntag, auf die perspektivischen Diskussionen zur Entwicklung unserer Landwirtschaft und auf die Positionen der Politik.“ Dies hob der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, im Hinblick auf den Deutschen Bauerntag in Hannover hervor. Rund 600 Delegierte aus den 18 Landesbauernverbänden werden auf dem Bauerntag am 29. und 30. Juni erwartet, zudem zahlreiche Gäste aus Politik und Agrarwirtschaft. Die Delegierten und die Vertreter der assoziierten Verbände wählen am 29. Juni den Vorstand und Präsidenten des DBV. Zur Wiederwahl stellen sich Präsident Joachim Rukwied sowie die Vizepräsidenten Walter Heidl (Bayerischer Bauernverband), Werner Hilse (Niedersächsisches Landvolk) und Werner Schwarz (Landesbauernverband Schleswig-Holstein). Die Nachfolge des langjährigen Vize-Präsidenten Udo Folgart (Landesbauernverband Brandenburg), der altersbedingt nicht mehr kandidiert, will Wolfgang Vogel (Landesbauernverband Sachsen) antreten.

 

Rukwied erwartet vom Deutschen Bauerntag eine programmatische Ausrichtung der Verbandsarbeit und der Entwicklung der Landwirtschaft. Vor dem Hintergrund der Preiskrise seien Antworten zu den angekündigten und notwendigen Unterstützungsmaßnahmen gefordert, um damit ein Bekenntnis zu einer von bäuerlichen Familienunternehmen getragenen heimischen Landwirtschaft zu unterstreichen. „Ich fordere Bundesregierung und EU-Kommission auf, unsere Bauernfamilien in der akuten, politisch verursachten Krise auf den Agrarmärkten nicht alleinzulassen. Ansonsten wird der Strukturwandel zum Strukturbruch, der zahlreiche zukunftsfähige bäuerliche Existenzen zu zerstören droht“, erklärte Rukwied. Dazu werden sich Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und EU-Agrarkommissar Phil Hogan positionieren müssen.

 

Der Bauerntag werde aber auch über die aktuelle Krise hinausblicken, so Rukwied. In vier Foren werden Bilanz, Herausforderungen und notwendige Entwicklungen für den Milchmarkt, in der Nutztierhaltung sowie beim Umwelt- und Naturschutz entwickelt und diskutiert. Das vierte Forum wird die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik zum Thema haben, die nach dem britischen

Brexit-Referendum besondere Aufmerksamkeit erhält. „Nach wie vor ist die europäische Agrarpolitik einer der wichtigsten gemeinsamen Politikbereiche, der jetzt mehr denn je die europäische Klammer darstellen muss“, betonte Rukwied.