Pressemeldungen  | 16.07.2013

„Die EU hilft Milliarden sparen – auch in der Agrarpolitik“

DBV: Bertelsmann-Stiftung belegt Einspareffekte der Gemeinsamen Agrarpolitik

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union lohnt sich auch aus Sicht der Steuerzahler. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Empirisch wurde überprüft, dass die EU-Agrarpolitik als vergemeinschaftete Politik der Europäischen Union einen effektiveren Einsatz von Steuergeldern ermöglicht. Gäbe es in jedem EU-Land eine eigene, nationale Agrarpolitik, lägen die Staatsausgaben laut Bertelsmann-Studie um geschätzt 23 Milliarden Euro höher als die Ausgaben für die GAP heute. Als Hauptursache werden ein eingeschränkter Subventionswettbewerb sowie eine bessere politische Koordination genannt, welches politische und ökonomische Verzerrungen vermindere.
 
Durchschnittlich zahlt jeder EU-Bürger nur 29 Cent am Tag als Beitrag für die Leistungen der gemeinsamen Agrarpolitik, also für die Bereitstellung gesunder, sicherer Lebensmittel sowie einer vielfältigen Kulturlandschaft. Zudem wird im Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 – 2020 der Anteil des Agrarbudgets am Gesamthaushalt der EU schrittweise unter 40 Prozent sinken. Weil schon heute die finanziellen Mittel effektiver eingesetzt werden als zum Beispiel in der Außen- oder Verteidigungspolitik, leistet der Agrarsektor einen Beitrag zur Einsparung von Steuermitteln in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte.
 
Die Bertelsmann-Studie zeigt außerdem auf, dass ein großer Mehrwert der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten liegt. Der DBV hatte sich im Zuge der Ende Juni entschiedenen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik dafür eingesetzt, dass eine solche Politik weiter verfolgt wird.

Detaillierte Informationen zu den Studienergebnissen der Bertelsmann Stiftung:
 
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