Pressemeldungen  | 15.03.2017

EU-Rahmen für nachhaltige Biokraftstoffe aus der Landwirtschaft bis 2030 sichern

Gemeinsame Position von BDBe, DBV, UFOP, VDB und OVID

Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat heute eine gemeinsame Positionierung der Verbände der Biokraftstoff-Wertschöpfungskette zur Zukunft der Biokraftstoffe in der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie der EU bis 2030 beschlossen. Dazu hatte die EU-Kommission Ende November 2016 einen Vorschlag vorgelegt, der nun von Rat und Parlament beraten wird. Die Verbände unterstützen eine ausgebaute Förderung fortschrittlicher Biokraftstoffe, lehnen ein Auslaufen der Förderung von Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse bis 2030 aber strikt ab. Sie verweisen auch darauf, dass mit Biokraftstoffen eine Treibhausgasminderung von über 70 Prozent erbracht sowie ein bedeutender Beitrag zur heimischen Versorgung mit Eiweißfuttermitteln geliefert wird.

 

Der Vorschlag der EU-Kommission würde nach Einschätzung der Verbände zu einem wieder wachsenden Anteil fossiler Kraftstoffe führen, weil weder fortschrittliche Kraftstoffe noch die Elektromobilität diese Lücke bis 2030 füllen können. Mit ihrem Vorschlag gefährde die EU-Kommission die Erreichung der EU-Klimaziele, kritisieren die Verbände.

 

BDBe, DBV, UFOP, VDB und OVID fordern daher die Fortführung eines Quotenzieles für alle erneuerbaren Kraftstoffe bis 2030, einschließlich aller Biokraftstoffe. Dabei dürfe es keinen Rückfall hinter den für 2020 vorgegebenen Anteil von 10 Prozent Erneuerbare Energien im Verkehrsbereich geben. Allein mit fortschrittlichen Biokraftstoffen könne die EU ihre Klimaschutzziele im Verkehr bis 2030 nicht erreichen. Daher bleiben nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse notwendig. Die Verbände empfehlen dazu, den 2015 beschlossenen Höchstbeitrag von 7 Prozent Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse bis zum Jahr 2030 unverändert beizubehalten und die in Deutschland seit 2015 eingeführte Treibhausgasminderungsquote nach 2020 weiterzuführen.

 

Die gemeinsame Position der deutschen Biokraftstoff-Wertschöpfungskette zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Novelle der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) wird getragen von: Bundesverband der Deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. (BDBe), Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB) und dem Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V. (OVID).