Pressemeldungen  | 26.07.2017

Flächenknappheit treibt Pacht- und Bodenpreise

DBV sieht Flächenverbrauch als wichtigsten Grund des Preisanstiegs

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht in den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Entwicklungen zu den Eigentums- und Pachtverhältnissen in der deutschen Landwirtschaft die Bestätigung, dass die anhaltende Verknappung landwirtschaftlicher Flächen der wichtigste Treiber für den kontinuierlichen Anstieg der Pacht- und Bodenpreise ist.

 

Die Pachtausgaben der Landwirte haben sich mit 2,8 Mrd. Euro (2016) seit 1992 verdoppelt. Sie orientieren sich nach Ansicht des DBV vornehmlich an den Renditen und sind damit auf verbesserte Bodenfruchtbarkeit, höhere Erlöserwartungen, EEG-geförderte Biogasanlagen, Flächenknappheit durch Flächenverbrauch und Ausgleichsflächen sowie auf Notwendigkeiten zur Wirtschaftsdüngerverwertung zurückzuführen. Auch die Renditeerwartungen von außerlandwirtschaftlichen Investoren dürften eine Rolle gespielt haben. Der Einfluss landwirtschaftlicher Direktzahlungen und ein „Durchreichen“ an die Verpächter der Flächen spielt nur untergeordnet eine Rolle. Die landwirtschaftlichen Direktzahlungen betrugen 4,8 Mrd. Euro (2016) und sind im langjährigen Vergleich sogar rückläufig. Der stetige Anstieg der Pacht- und Bodenpreise hat sich gegenläufig und unabhängig davon entwickelt, erklärte der DBV.