Pressemeldungen  | 20.02.2017

Französischer Bauernpräsident Xavier Beulin verstorben

Bauernpräsident Rukwied: „Die europäische Idee war für ihn eine Herzensangelegenheit“

Am 19. Februar 2017 verstarb der Präsident des französischen Bauernverbandes (FNSEA), Xavier Beulin, 58-jährig plötzlich und unerwartet, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilt. „Wir sind zutiefst betroffen. Mit ihm verlieren die französischen und die europäischen Bauern einen großartigen Menschen und einen unermüdlichen Vorkämpfer für die Einheit der europäischen Landwirte.“ Das betonte DBV-Präsident Joachim Rukwied in einem Kondolenzschreiben an die Familie des Verstorbenen. Als französischer Bauernpräsident habe er einen intensiven Austausch mit dem DBV gepflegt, zuletzt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der stets dem Ziel diente, in agrarpolitischen Fragen gemeinsame Positionen zu finden. Dafür, so Rukwied weiter, sei er Xavier Beulin zu großem Dank verpflichtet.

 

Rukwied wörtlich: „Xavier Beulin war ein Mann der klaren Worte und hat mit großer Tatkraft die Interessen der französischen Landwirte, gerade auch in Krisenzeiten, gegenüber der Politik vertreten.“ Gleichermaßen sei Beulin unternehmerisch für einen modernen, marktorientierten Agrar- und Ernährungssektor eingetreten. Die europäische Idee sei für den französischen Bauernpräsidenten eine Herzensangelegenheit gewesen. Der DBV werde sein Andenken in Ehren halten, bekräftigte Rukwied.

 

Xavier Beulin wurde am 19. Dezember 1958 in Donnery, Region Centre-Val de Loire, geboren. In Kooperation mit seinem Bruder und zwei Cousins bewirtschaftete er einen Ackerbau- und Milchviehbetrieb. Zudem war Beulin Vorsitzender der Lebensmittel-Unternehmensgruppe Avril mit Unternehmen des Ölsaaten- und Eiweißsektors. Im Dezember 2010 erstmals zum französischen Bauernpräsidenten gewählt, wurde er zuletzt im April 2014 in diesem Amt bestätigt.