Energie

Genug für Teller und Tank

In Deutschland stehen insgesamt 27,7 Mio. Hektar Äcker, Grünland und Wald zur Verfügung. Sie prägen unsere Kulturlandschaften und sind ein Ausdruck für unsere Fähigkeit, Gestaltung mit wirtschaftlicher Nutzung und ökologischen Forderungen in Einklang zu bringen. Schon immer konnten Mensch und Tier und auch Energiebedürfnisse (von Pferd und Ochsen) von etwa einem Viertel der Ackerfläche versorgt werden. Land- und Forstwirte haben dabei ein hohes Eigeninteresse, ihre Produktionsgrundlagen zu schützen und zu erhalten. Sie produzieren im Wettbewerb zu anderen für extrem preisbewusste Märkte.
 
Landwirte bauten 2012 auf 2,12 Mio. Hektar Energiepflanzen an (17,5 Prozent der Ackerfläche). Hinzu kamen 0,4 Mio. Hektar für die stoffliche Nutzung, vor allem Stärke. Damit ist im Blick auf unsere Nahrungsversorgung kein Engpass entstanden, mehr noch, wir konnten den Import von Soja durch das Nebenprodukt der Rapsölgewinnung substituieren.

In der deutschen Forstwirtschaft wächst jährlich deutlich mehr Holz nach, als genutzt wird (10,5 m3 je Hektar Nachwuchs zu 4,9 m3/Hektar Nutzung). Bei der Ernte werden immer auch zusätzliche Mengen Kronenholz (= Waldrestholz, etwa 20 Prozent bezogen auf 100 Prozent Rohholz) gewonnen, die zum Teil im Wald verbleiben und zum Teil energetisch genutzt werden können. Heute werden 40 – 50 Prozent des gesamten Rohholzaufkommens im Hausbrand und in Heizkraftwerken größer als 1 MW genutzt. Weitere Quellen für die Energiebereitstellung aus Holz sind industrielles Restholz, Altholz und in geringem Umfang Holz aus Plantagen.