Pressemeldungen  | 09.08.2012

Gewässerschutz steht im Fokus

IVA zu Studie der Universität Koblenz-Landau

Die im Industrieverband Agrar e.V. (IVA) zusammengeschlossenen Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie haben angekündigt, die Veröffentlichung einer Forschergruppe von der Universität Koblenz-Landau eingehend und schnell zu analysieren, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Wissenschaftler kritisieren in ihrer Untersuchung ein von der EU angewendetes Bewertungsmodell für Pflanzenschutz-Wirkstoffe.

Nach Angaben der Universität würden Rückstandsmessungen von Pflanzenschutzmitteln in Gewässern erheblich von den Werten abweichen, die zuvor im Rahmen der Wirkstoffzulassung auf europäischer Ebene ermittelt wurden. Nach Ansicht des IVA müsse nun dringend geprüft werden, wie relevant die Messungen der Forschergruppe für die Situation in Deutschland ist. Denn die überwiegende Mehrheit der in der Studie verwendeten Monitoring-Datensätze stamme aus Nicht-EU-Ländern (USA, Kanada, Argentinien, Südafrika), lediglich fünf stammen überhaupt aus Deutschland.

Der IVA teilt mit, dass der Gewässerschutz ganz oben auf der Agenda der deutschen Pflanzenschutz-Hersteller stehe und betont, dass die Pflanzenschutz-Industrie sehr eng mit Landwirtschaft und Wasserversorgern zusammenarbeitee. Ziel sei es immer gewesen, mögliche Einträge in Grund- und Oberflächengewässer auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, so der IVA. Diesen Weg werde man in Zusammenarbeit mit dem amtlichen Pflanzenschutzdienst und den Landwirtschaftskammern der Bundesländer weiter verfolgen.