Pressemeldungen  | 20.12.2013

„Grüne Berufe“ sind gefragt – mehr landwirtschaftliche Auszubildende

DBV: www.meine-gruene-zukunft.de bietet ausführliche Informationen

In den „Grünen Berufen“ wurden im aktuellen Ausbildungsjahr 2013/2014 bundesweit 13.158 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. In Westdeutschland gab es 10.530 (-0,6 Prozent zum Vorjahr) und in Ostdeutschland 2.628 (-1,4 Prozent) Neuverträge. Diese Zahlen teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) unter Berufung auf das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) mit.
 
Innerhalb der „Grünen Berufen“ gab es einen Zuwachs beim Beruf Landwirt/in mit 3.979 Neuverträgen (+7,1 Prozent). Positiv entwickelten sich ebenfalls die Berufe Fachkraft Agrarservice mit 256 Neuverträgen (+9,4 Prozent) und Fischwirt/in mit 95 Neuverträgen (+16 Prozent). Leicht rückläufig ist die Zahl der Auszubildenden aktuell bei den Berufen Gärtner/in (-6,5 Prozent) und Winzer/in (-4,8 Prozent).
 
Nach aktuellen Schätzungen des DBV sind in den Grünen Berufen bundesweit insgesamt noch mehr als 3.000 Ausbildungsplätze mangels geeigneter Bewerber/innen unbesetzt. Daher hat der DBV ausführliche Informationen zu den Grünen Berufen, zu den Möglichkeiten der Ausbildungsplatzsuche und eine Übersicht von Ansprechpartnern im gesamten Bundesgebiet unter www.meine-gruene-zukunft.de zusammengestellt.
 
Nach der jüngsten Erhebung entwickeln sich die Ausbildungszahlen der „Grünen Berufe“ im Vergleich aller Wirtschaftsbereiche relativ stabil. Insgesamt gab es bundesweit 530.715 Neuverträge (-3,7 Prozent). Davon entfielen 318.540 (-4,2 Prozent) auf den Bereich der Industrie- und Handelskammern, 142.137 (-3,5 Prozent) auf das Handwerk, 42.051 (-2,4 Prozent) auf die freien Berufe, 12.114 (-0,9 Prozent) auf den öffentlichen Dienst und 2.559 (-7,5 Prozent) auf die Hauswirtschaft.

Weitere Details zu den Ausbildungszahlen:
Positive Entwicklungen bei den Neuverträgen der Agrarberufe verzeichneten die Bundesländer Sachsen (+15,2 Prozent), Schleswig-Holstein (+9,4 Prozent), Niedersachsen (+3,4 Prozent), Rheinland-Pfalz (+1,7 Prozent) und Hessen (+0,7 Prozent). Relativ deutliche Rückgänge gab es in den Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern (-11,9 Prozent), Thüringen (-5,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (-5,0 Prozent) und Brandenburg (-4,8 Prozent).
 
In der Ausbildung behinderter Menschen (Werker, Helfer, Fachpraktiker), die überwiegend von externen Bildungsträgern mit integrierten betrieblichen Ausbildungsphasen angeboten wird, reduzierte sich die Zahl der Neuverträge bundesweit auf 1.302 (-4,8 Prozent).