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Pressemeldungen  | 07.06.2013

Schätzung der Hochwasserschäden

DBV: Spendenkonto eingerichtet

In Abstimmung mit den betroffenen Landesbauernverbänden beziffert der Deutsche Bauernverband (DBV) die bisher durch das Hochwassergeschehen überfluteten Flächen in Thüringen, Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen auf mindestens 150.000 Hektar. Je nach Verlauf des Hochwassers an Elbe und deren Seitenflüssen bzw. den Folgen des Dammbruchs bei Deggendorf und Straubing, dürfte sich diese Fläche auf bis zu 250.000 Hektar erhöhen (Grünland und Ackerland). Die durch die Überflutung ausgelösten Schäden der Bauern dürften bereits jetzt bei 150 Millionen Euro liegen und werden sich auf etwa 250 Millionen Euro erhöhen. Hinzu kommen Gebäudeschäden in der Landwirtschaft und Verluste in der Tierhaltung von geschätzt 50 - 80 Millionen Euro. Der Gesamtschaden übersteigt 300 Millionen Euro.
 
Der Präsident des DBV, Joachim Rukwied, erklärte hierzu, „diese Schäden können die einzelnen Bauern nicht alleine tragen“. Es gibt große solidarische Hilfestellung der Nachbarn untereinander. Aber es gibt auch eine große Spendenbereitschaft der Land- und Forstwirtschaft sowie der damit verbundenen Wirtschaftsbereiche. Der DBV hat in Zusammenarbeit mit der Schorlemer Stiftung ein Spendenkonto eingerichtet und bittet alle spendenbereiten Menschen um Unterstützung.
 
Kontoinhaber 
Schorlemer Stiftung 
Konto
1700349035
Stichwort
Hochwasser 2013
BLZ 
380 601 86
Institut
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG 
IBAN
DE79380601861700349035
BIC
GENODED1BRS
 
Das Geld wird ohne jegliche Verwaltungskosten zu 100 Prozent an durch das Hochwasser in eine Notlage geratene Landwirte und deren Familien weitergeleitet. Um eine entsprechende Spendenquittung auszustellen, bittet die Stiftung um Angabe von vollständigem Namen und Anschrift.
 
Präsident Rukwied macht aber auch deutlich, dass die Landwirtschaft bei den Sofortmaßnahmen von Bund und Ländern angemessen berücksichtigt werden muss. Hierbei geht es vor allem darum, Gebäudeschäden und Verluste an Tieren zu ersetzen, die überfluteten Flächen vom Treibgut zu befreien und die ländliche Infrastruktur wieder herzurichten.

Des Weiteren werde aber mit diesen vorgelegten Zahlen auch klar, dass die Länder mit Bund und EU ein eigenständiges Wiederaufbauprogramm auflegen müssen. Den vom Hochwasser betroffenen Landwirten muss unbürokratisch und schnell geholfen werden, die Substanz der Betriebe zu erhalten.
 
Rukwied wies darauf hin, dass die Landwirtschaftliche Rentenbank ein Liquiditätshilfeprogramm aufgelegt hat. Er forderte die Finanzämter auf, Steuerstundungen der betroffenen Landwirte großzügig zu entscheiden und auch die Sozialversicherungsträger könnten durch Beitragsstundungen zur Entlastung beitragen.