Pressemeldungen  | 20.06.2017

Hohe Anforderungen an ein ländliches Wegenetz der Zukunft

DBV: Auch Bund, Länder und Kommunen sind gefordert

Ländliche Wege haben besonders zur Erschließung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen eine hohe Bedeutung. Viele ländliche Wege jedoch genügen nicht mehr den heutigen Ansprüchen oder sind in einem desolaten Zustand. Der Investitionsstau ist groß. „Der Lösung dieser wichtigen infrastrukturellen Frage dürfen sich Bund, Länder und Kommunen nicht verschließen“, das forderte der Deutsche Bauernverband (DBV) heute im Rahmen der Wegebautagung „Wege mit Zukunft“ des BMEL und der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft ARGE Landentwicklung. Dazu sei es dringend erforderlich, die Mittel zur Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) für ein „Wegebauförderprogramm“ zweckgebunden aufzustocken. Fördergegenstand eines solchen Programms sollte vor allem auch die Unterstützung des Unterhalts von Wegen sein.

 

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft führt dazu, dass die Landwirte größere und vielfach auch weiter auseinanderliegende Flächen bewirtschaften. Zu der damit verbundenen veränderten Wegeführung kommt hinzu, dass heute deutlich größere Maschinen mit höheren Anforderungen an die Wegebreite und Traglasten die ländlichen Wege nutzen. Aus landwirtschaftlicher Sicht sollten zukunftsorientierte Wirtschaftswege daher den Anforderungen moderner Maschinen entsprechen und durchgängige Transporte und Erschließung sicherstellen.

 

Von einem derart ausgebauten Wegenetz hat nicht nur die Landwirtschaft Vorteile, auch Freizeit und Erholung sowie die Wohnqualität und das Gewerbe profitieren davon, so der DBV. Für den Bau ländlicher Wege gibt es eigene Regelwerke. Die neuen Richtlinien zum ländlichen Wegebau (RLW) und das dahinterstehende Konzept des Baus von hinreichend breiten Hauptwirtschaftswegen würden in die richtige Richtung gehen.