Ernte 2010
« zur�ck
24.07.2007

 

Bauernverband rät weiterhin vom GVO-Anbau ab 

Gentechnik-Novelle trägt nicht zur Lösung der Haftungsfrage bei
„Auch nach dem neuen Entwurf zum Gentechnik-Gesetz bleiben wir aufgrund der unveränderten Haftungsregelungen dabei, vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen abzuraten“. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV), nachdem Bundeslandwirt­schaftsminister Horst Seehofer am 24. Juli 2007 auf einer Pressekonferenz in Berlin über die wichtigsten Inhalte des geplanten Gesetzes informiert hatte. Der DBV erneuerte seine Position, dass für ihn bei der Anwendung der Grünen Gentechnik die Koexistenz aller Anbauformen absolute Priorität besitzt. Mit der Vorlage eines Verordnungsentwurfes zur guten fachlichen Praxis beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommt der Gesetz­geber endlich einer lange vorgetragenen Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach. Durch die Festlegung kulturspezifischer Anbauregeln müsse eine Beeinträchtigung benach­barter Landwirte ausgeschlossen werden, dabei sollten die Anbauabstände gemäß wissen­schaftlichen Erkenntnissen auch aus der deutschen Sicherheitsforschung definiert und kontinuierlich überprüft werden. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes ist es erforder­lich, für alle Bewirtschaftungsformen zu einheitlichen Abständen zu gelangen.
 
Kritisch beurteilt der DBV, dass die angekündigte Präzisierung der verschuldens­unab­hängigen Haftungsregelung im Gentechnikgesetz unterbleiben soll. Damit wird weder den Landwirten noch der Versicherungswirtschaft eine ausreichende Grundlage für die Kalkulier­barkeit möglicher Haftungsrisiken gewährt. Wer die gute fachliche Praxis einhalte, dürfe nicht mit Haftungsrisiken belastet werden. Ebenso müssten Landwirte, die keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauten, bei möglichen Schäden unbürokratisch und ohne Ausfall­risiko entschädigt werden. Nach Ansicht des DBV können diese Ziele für verbleibende Restrisiken jenseits der verschuldensabhängigen Haftung weiterhin nur umfassend durch einen Haftungsfonds erreicht werden, der von den Saat- und Pflanzgut liefernden Unter­nehmen wie auch von Landwirten, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, gespeist werden müsse. Alternative freiwillige Angebote der Saat- und Pflanzgutwirtschaft seien nur dann akzeptabel, wenn sie ebenfalls einen belastbaren Anspruch für den geschädigten Landwirt sicherstellen.
  
TERMINE
Alle Termine
Aktuelle Presseartikel
?Ein Vergelt?s Gott an die Bauern?
01.09.2010: Bundesministerin Ilse Aigner spricht bei Karpfhamer Fest - Überwiegend Harmonie bei... mehr
Enttäuschende Ernte - aber kein Engpass
26.08.2010: Wetterextreme lassen Erträge der Bauern um knapp zwölf... mehr
Über 400 Brutplätze für Feldlerchen in Hessen
25.08.2010: Hüttenberg (rok/pm). Für den Naturschutzbund (NABU) Hessen und den Hessischen Bauernverband ist die vor einem Jahr gemeinsam initiierte Naturschutzaktion »Lerchenfenster für Hessen« ein voller Erfolg. mehr
Juli-Hitze und August-Regen Bauern beklagen miserable Ernte
25.08.2010: Erst zu trocken, dann zu nass: Die Erntebilanz 2010 fällt für die Bauern in Deutschland enttäuschend aus - der Getreideertrag ist um fast zwölf Prozent eingebrochen. Jetzt steigen die Preise für Agrarrohstoffe. mehr
Für eine Handvoll Körner
25.08.2010: Enttäuschende Erträge nach den Wetterkapriolen ? Versorgungsengpässe drohen jedoch nicht ?Bauern müssen sich auf das Auf und Ab bei den Preisen einstellen? Berlin - Statt golden schimmernder Weizenfelder unter blauem Himmel gab es in diesem Jahr auf deutschen Äckern oft Halme mit hängenden Köpfen. mehr
Hiesige Landwirte landesweit auf Platz 1
24.08.2010: Die Hälfte der Bauern im Landkreis nimmt am Agrarumweltprogramm (NAU... mehr
Wanderhirten ziehen im Protestzug nach Brüssel
23.08.2010: Duisburg. Mit einem Protestzug von Berlin nach Brüssel wollen Wanderschäfer EU-Auflagen bekämpfen, die ihrer Ansicht nach die Existenz des Berufes bedrohen. Bundesweit gibt es nur 29 Auszubildende im ersten Lehrjahr. mehr
Es blüht so bunt auf den Äckern
23.08.2010: Fürstenfeldbruck - Wenn auf ganz normalen Äckern Königskerzen, Färberkamillen, Disteln und Sonnenblumen blühen, wundert sich der Betrachter: Hat der Landwirt sein Feld nicht... mehr
Acker wird zur Bienenweide
23.08.2010: Königsfeld ? An warmen, sonnigen Tagen ist das gemütliche Summen und Brummen so laut im Feld, dass die Freude von Bienen, Hummeln und Co regelrecht hörbar ist. Und zu sehen: Auf jeder Blüte machen sich gleich mehrere Nektar- und Pollensammlerinnen emsig zu schaffen. mehr
Bauern ackern durch
22.08.2010: Schwabhausen - Endlich wieder ein Sommer-Wochenende. Viele genossen die Sonne im Biergarten und am See. Für andere bedeutete das Wetter Schufterei - die Bauern arbeiteten von früh bis spät. mehr
Videos
"1000 Äcker für die Feldlerche"