Ernte 2010
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4.02.2010

 

Ansprüche an die Landwirtschaft geraten in Konflikt 

Foto: Frank Ossenbrink

DBV-Generalsekretär formuliert tragfähige berufsständische Ziele für die Landwirte
„Auf der einen Seite wird Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von der Landwirtschaft verlangt, auf der anderen Seite gibt es ständig neue Forderungen von Gesellschaft und Politik im Tier-, Natur- und Umweltschutz, dem Wasser- und Verbraucherschutz.“ Auf diesen Konflikt machte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, im Rahmen des Bauerntages in Heidenheim am 28. Januar 2010 aufmerksam. Mehr als 200 Bäuerinnen und Bauern nahmen an der Veranstaltung teil, die Born für eine wirtschafts- und agrarpolitische Standortbestimmung der Landwirtschaft nutzte.
 
Inmitten der Wirtschaftskrise mit ihren Auswirkungen und Folgen für die gesamte Bundesrepublik sei es die Aufgabe der Landwirtschaft, gemeinsam tragfähige berufsständische Ziele für die Landwirte zu formulieren. Auch die deutschen Bauern bekämen die Folgen der Finanzkrise zu spüren. Sämtliche Märkte von Getreide über Raps bis hin zur Milch und den Sonderkulturen seien 2009 erheblich unter Druck geraten. „Erst ganz allmählich kommen wir jetzt durch eine weltweite Stabilisierung der Wirtschaftslage und damit auch der Nachfrage nach Nahrungsmitteln wieder aus der Talsohle heraus“, blickt der Generalsekretär etwas zuversichtlicher in das neue Jahr.  
 
Der Generalsekretär zeigte sich erfreut, dass Deutschland mit rund 50 Milliarden Euro die viertgrößte Agrarexportnation sei. Die Landwirtschaft müsse sich über den EU-Binnenmarkt hinaus auch neue Absatzmärkte in Asien sowie dem Nahen und Mittleren Osten erschließen. Diese erweiterte Absatzorientierung erziele mitunter höhere Erlöse, als dies aktuell bei Discountern auf dem Binnenmarkt der Fall sei. Bei stärkerem Wirtschaftswachstum jenseits der europäischen Grenzen müsse man die guten landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen in Deutschland und Europa für den Export zu nutzen“, hob Born hervor.

 
  
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