Ernte 2010
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29.07.2010

 

Deutsches Obst und Gemüse schneidet sehr gut ab 

DBV: Landwirte sehen ihr Engagement für hochwertige Lebensmittel bestätigt
Auf die gute Qualität von deutschen Lebensmitteln kann sich der Verbraucher verlassen. Sie sind im europäischen Vergleich und besonders gegenüber Waren aus Drittländern hinsichtlich Frische und Inhaltstoffen aber auch in Bezug auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln erheblich besser. Auf Letzteres weist der Deutsche Bauernverband (DBV) nach der Auswertung des Jahresberichtes der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) über Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln einschließlich Obst und Gemüse besonders hin. Zudem bestätigt die europäische Behörde, dass im Vergleich zu den Vorjahren erneut weniger Lebensmittel wegen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln beanstandet werden mussten und mehr Obst und Gemüse gänzlich rückstandsfrei ist. In diesen erfreulichen Entwicklungen für die Verbraucher sehen die Bauern in Deutschland sowohl Bestätigung als auch Ermutigung für ihr Bestreben zur Produktion von hochwertigen Lebensmitteln, erklärte der DBV.
 
Ausgewertet wurden von der EFSA mehr als 70 000 Proben von 200 verschiedenen Lebensmitteln. Von diesen gut 70.000 Proben seien 96,5 Prozent ohne Beanstandung gewesen, das heißt die gesetzlich festgelegten strengen Höchstgehalte für Rückstände wurden durchweg eingehalten. Bei Lebensmitteln aus der EU waren nur in 2,4 Prozent der Proben Überschreitungen nachgewiesen worden, während diese bei Importware aus Drittländern fast 8 Prozent ausmachten. Nach dem Monitoringbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gab es bei deutschen Herkünften lediglich bei 1,9 Prozent der Proben überschrittene Rückstandshöchstgehalte. Somit behalten Lebensmittel aus Deutschland ihre qualitative Spitzenstellung innerhalb der EU und weltweit!
 
Die EFSA verwies ferner darauf, dass sich die Anzahl der Proben, die völlig rückstandsfrei gewesen seien, im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozentpunkte vergrößert hätten, und zwar von 52,7 Prozent auf 62,1 Prozent. Diese Verbesserung der Lebensmittelqualität und Sicherheit geht in der öffentlichen Debatte häufig unter, da die Schlagzeilen von angeblich negativen Entwicklungen oder Befunden geprägt würden, betonte der DBV. Bedauerlicherweise müssten in der heutigen Medienlandschaft wissenschaftlich fundierte Aussagen, wie sie zum Beispiel in Deutschland durch das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) wiederholt auch zu Pflanzenschutzmittel getroffen wurden, immer wieder Skandalisierungen Platz machen. Deshalb registrierten die Verbraucher nur sehr langsam, dass von Pflanzenschutzmitteln in deutschen Lebensmitteln keine Gefahr für die Verbraucher ausgehe. Die Vorteile, zum Beispiel durch Freiheit von Pilzbefall, dürfen dabei nicht vergessen werden.
 
Auch die aktuelle Stichprobenuntersuchung von Greenpeace bei Beerenobst stellt fest, dass es keine einzige Überschreitung der Höchstmengen gibt. Die angebliche „Cocktail“-Belastung in zulässigen Spuren der verkaufsfähigen Beeren ist nach wissenschaftlicher Bewertung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) kein Gesundheitsrisiko, da bei keinen Einzelwerten Höchstwerte überschritten werden.
  
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