Pressemeldungen  | 30.09.2015

Initiative von Präsident Rukwied und Bundesminister Schmidt zeigt Erfolge

Nach Lidl erhöht auch Aldi den Milchpreis

Aldi wird zum 1. Oktober 2015 die Preise für Frischmilch und Butter erhöhen. Nach einer Mitteilung der Unternehmen Aldi Nord und Aldi Süd werden die Preise für Trinkmilch um vier Cent, die für Butter um zehn Cent erhöht. Damit konnte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, einen weiteren Lebensmitteleinzelhändler bei einem Gespräch von der Notwendigkeit der Verbesserung der Milchpreise überzeugen. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte entsprechende Gespräche mit Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels geführt. Seit dem Erlass des russischen Importembargos verzeichnen die Milchbauern große Erlöseinbrüche.
 
Bereits im August hatte Rukwied in einem Gespräch mit dem Vorstand des Discounters Lidl nachdrücklich betont, dass der Lebensmitteleinzelhandel große Verantwortung nicht nur für die Vermarktung der Lebensmittel trägt, sondern letztlich auch für die wirtschaftliche Situation der Bauernfamilien. Lidl hatte Mitte September angekündigt, den Einkaufspreis für Trinkmilch ab dem 1. Oktober dieses Jahres um 5 Cent zu erhöhen.
 
Die Verbraucherpreise für Milch und Molkereiprodukte waren in den letzten Monaten stetig gesenkt worden, so dass der Milcherzeugerpreis von 40 Cent in 2014 auf aktuell unter 28 Cent je Liter Milch abgestürzt ist. Mit dem niedrigen Preis können die Milchbauern nicht mehr kostendeckend und wirtschaftlich ihre Milchviehhaltung betreiben. Es ist weiterhin von großer Bedeutung, dass auch die Preise für andere Milchprodukte auf ein akzeptables Niveau angehoben werden. Trinkmilch und Butter decken nur einen Teil der Milchverarbeitung in Deutschland ab.