Pressemeldungen  | 30.01.2014

„Investitionsförderung schafft Wertschöpfung und Innovation“

Deutscher Bauernverband setzt sich für Stärkung der Agrarinvestitionsförderung ein

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert eine Stärkung der Agrarinvestitionsförderung innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz. „Wirtschaftlich starke landwirtschaftliche Betriebe sind Voraussetzung für wirtschaftlich starke ländliche Räume mit einer intakten vielfältigen Kulturlandschaft und einem vitalen Dorfleben. Mit Investitionen wird Wertschöpfung gesichert und geschaffen. Investitionen ermöglichen stets Innovationen. „Mit jedem Förder-Euro, der zu zusätzlichen Investitionen führt, finden in der Landwirtschaft auch zusätzliche Innovationen statt, die dem Tierwohl und der besseren Klima- und Energieeffizienz dienen“, konstatierte Klaus Fontaine, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses „Agrarstruktur- und Regionalpolitik“ und Präsident des Bauernverbandes Saar, auf einer Veranstaltung des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Fontaine merkte kritisch an, dass die Agrarinvestitionsförderung zuletzt stark an wirtschaftlicher Attraktivität wegen zahlreicher zusätzlich zu erfüllender Auflagen eingebüßt hat.
 
Nach Berechnungen des Institutes der Deutschen Wirtschaft schafft ein Euro Investitionsförderung eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 8 bis 9 Euro. Dabei bieten die Instrumente der ELER-Förderung die Möglichkeit, Wertschöpfung zu schaffen und Innovationen zu fördern, so der DBV. Eine Innovationsförderung könne dabei auch über die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen stattfinden, besonders wenn mit einer Produktivitätssteigerung auch die Nachhaltigkeit der Produktion gefördert wird. „Maßnahmen zur Förderung der Ressourcen- und Klimaeffizienz bringen Wertschöpfung und helfen der Umwelt. Die Devise sollte sein, dem technischen Fortschritt dort einen ‚Kick’ zu geben, wo er noch nicht so richtig umgesetzt wurde“, forderte Fontaine eine Neuausrichtung der Agrarumweltmaßnahmen. Darüber hinaus könnten Blühstreifen, Landschaftselemente und andere für den Bürger erkennbare Naturschutz und Biodiversität fördernde Maßnahmen unterstützt werden. Das von Bund und Ländern Ende 2012 beschlossene Paket der Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen setze dagegen noch zu sehr auf eine Extensivierung der Landwirtschaft, was angesichts weltweit knapper Versorgung mit Agrarrohstoffen nicht mehr zeitgemäß sei, so Fontaine.