Pressemeldungen  | 27.12.2016

Neues Bürgschaftsprogramm des Bundes startet Anfang Januar 2017

Liquiditätssicherung in Milchviehbetrieben

Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist darauf hin, dass die Landwirtschaftliche Rentenbank ab 2. Januar 2017 Bundesbürgschaften für Liquiditätssicherungsdarlehen an Milchviehbetriebe vergibt. Dies können die Hausbanken der Milchviehbetriebe bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank beantragen. Der Darlehenshöchstbetrag beträgt 300.000 Euro je Endkreditnehmer. Die Bürgschaftsquote beträgt 50 Prozent. Die Laufzeit der Bürgschaft entspricht der Laufzeit des verbürgten Liquiditätssicherungsdarlehens (max. 10 Jahre). Der Bund stellt hierfür eine Bürgschaft von 150 Millionen Euro bereit. Das Angebot ist bis Ende 2018 befristet.

 

Der DBV hält dieses Bürgschaftsprogramm für dringend notwendig, weil die Markt- und Preiskrise in 2015/16 zu einer angespannten Liquiditätssituation geführt hat. Nach der Befragung zum DBV-Konjunkturbarometer gaben 34 Prozent der Milchviehhalter im September 2016 an, dass ihre Liquiditätslage angespannt oder sehr angespannt ist. Aus Sicht des DBV „spät, aber nicht zu spät“ startet nun ein Bürgschaftsprogramm des Bundes für alle Milchviehbetriebe, die trotz gut aufgestellter Milchviehhaltung Schwierigkeiten haben, von ihrer Hausbank einen Kredit zu bekommen.

 

Nähere Informationen zum Bürgschaftsprogramm des Bundes finden sich unter www.rentenbank.de. Auskünfte erteilen die Hausbanken und das Serviceteam der Rentenbank unter der Rufnummer 069–2107–700. Der DBV weist darauf hin, dass mittlerweile auch einzelne Bürgschaftsbanken der Länder oder spezielle Länder-Bürgschaftsprogramme Bürgschaftskredite zur Sicherung der Liquidität in den Betrieben anbieten.