Pressemeldungen  | 19.12.2016

Praxisnahe Berufsausbildung muss neue Herausforderungen aufgreifen

DBV-Fachausschuss für Berufsbildung erörtert Zukunftsfragen der Ausbildungsqualität

Trotz der bundesweit insgesamt stabilen Ausbildungszahlen in der Landwirtschaft ist die Branche gefordert, genügend geeignete Jugendliche für die Ausbildung in den „grünen Berufen“ zu gewinnen. Dazu ist nicht nur eine professionelle, zielgruppengerechte Nachwuchswerbung wichtig, die überregional vernetzt mit einheitlichen Botschaften wirbt, sondern auch eine qualitativ anspruchsvolle und somit für Jugendliche attraktive Berufsausbildung. „Nicht nur unsere Bauernfamilien und die Verbände stehen in der Verantwortung, sondern auch die allgemeinbildenden Schulen und die Berufsberatung. In den kommenden Jahren wird die Zahl der jugendlichen Schulabsolventen weiter rückläufig sein. Deshalb müssen wir uns auf allen Ebenen noch gezielter mit Schulen, Ausbildungs- und Berufsberatung und anderen Multiplikatoren vernetzen. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe sind bereit, bei der praxisnahen Vermittlung berufskundlicher Inhalte im Schulunterricht mitzuarbeiten und Praktika anzubieten. Unsere Betriebe können aber nur begrenzt die gesellschaftlichen und schulischen Defizite von jugendlichen Ausbildungsbewerbern ausgleichen.“ Dies betonte der Vorsitzende des Fachausschusses für Berufsbildung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und DBV-Vizepräsident, Werner Schwarz, nach einer intensiven Diskussion im Ausschuss.

 

Erörtert wurden konkrete Konzepte zur beruflichen Aus- und Weiterbildung auf veränderten betrieblichen Strukturen sowie Maßnahmen zur Anpassung der landwirtschaftlichen Berufsbildung an die technischen Entwicklungen einschließlich der fortschreitenden Digitalisierung. Die sich rasant verändernden Rahmenbedingungen verlangen erhebliche Anpassung an die berufliche Qualifizierung betrieblicher Fach- und Führungskräfte im landwirtschaftlichen Bereich. Dabei erhalten der Berufsstand selbst und die Sozialpartner besondere Verantwortung, neben den Verantwortlichen im Berufsschulbereich, in der überbetrieblichen Ausbildung und bei den regionalen für die Berufsbildung zuständigen Stellen.