Pressemeldungen  | 28.01.2016

Rentenbank blickt auf gutes Geschäftsjahr 2015 zurück

Hohe Nachfrage nach Darlehen zur Liquiditätssicherung und Förderung

Die Landwirtschaftliche Rentenbank rechnet mit einem Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 57 Mio. Euro gegenüber 55 Mio. Euro in 2014. Stark gestiegen ist die Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Agrarwirtschaft erhöhte sich das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 % auf ein neues Rekordvolumen von 7,8 Mrd. Euro. Allerdings stieg auch der Bedarf an Darlehen zur Liquiditätssicherung landwirtschaftlicher Betriebe. Mit 345,2 Mio. Euro stellte die Bank dafür 2015 erstmals seit fünf Jahren wieder einen dreistelligen Millionenbetrag bereit. Das gesamte Förderneugeschäft, das auch allgemeine Förderkredite und das verbriefte Fördergeschäft umfasst, erhöhte sich um 20,6 % auf 13,6 Mrd. Euro. „Unser Neugeschäft spiegelt die gespaltene wirtschaftliche Lage in der Agrarwirtschaft wider. Einerseits gibt es viele wettbewerbsfähige Betriebe, die nach wie vor investieren. Andererseits zeigt die große Nachfrage nach Liquiditätshilfen, dass eine wachsende Zahl von Betrieben unter Druck steht. Ein Grund dafür sind die im vergangenen Jahr stark gefallenen Agrarpreise“, erklärte der Sprecher des Vorstands der Rentenbank Horst Reinhardt.

 

In der Fördersparte „Landwirtschaft“ vergab die Rentenbank Kredite in Höhe von 3,2 Mrd. Euro, 16,5 % mehr als im Vorjahr. Zu dem Anstieg trugen insbesondere das um 23,6 % auf 0,8 Mrd. Euro gestiegene Neugeschäft bei Flächenkäufen sowie die Darlehen zur Liquiditätssicherung bei. Die Nachfrage nach Finanzierungen von Gebäuden, insbesondere von Milchvieh- und Schweineställen, ging dagegen um 11,8 % auf 1,1 Mrd. Euro zurück.

Deutlich stärker nachgefragt als im Vorjahr waren die Kredite der Rentenbank auch in den Fördersparten „Ländliche Entwicklung“ (+47,5 % auf 2,3 Mrd. Euro) sowie „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ (+45,7 % auf 0,8 Mrd. Euro). Rückläufig war hingegen die Darlehensnachfrage in der Sparte „Erneuerbare Energien“, in der das Neugeschäft um 24,6 % auf 1,5 Mrd. Euro zurückging. Grund dafür waren insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).