Obst und Gemüse

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

Für gesunde Erzeugnisse unumgänglich

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf und in Obst und Gemüse lassen sich auch bei bester Anwendungstechnik und bei Berücksichtigung des hochmodernen integrierten Pflanzenschutzes mit Wirkstoffwechsel und nützlingsschonenden und selektivwirkenden Pflanzenschutzmitteln sowie strengen Richtlinien auch nach dem Anbauleitfaden im QS Qualitätssicherungssystem Obst und Gemüse nicht vermeiden. Für gesunde und qualitativ hochwertige Obst- und Gemüseerzeugnisse sind Pflanzenbehandlungsmaßnahmen mit Pflanzenschutzmitteln unumgänglich.
 
Da Obst- und Gemüse aber in der Regel frisch und während des Wachstums geerntet wird, sind oftmals Anwendungen vergleichsweise kurz vor den Ernte-terminen nötig, so dass sich minimale Rückstände im Ernteerzeugnis nicht vermeiden lassen. Diese Rückstände liegen allerdings weit unterhalb der amtlichen Rückstandshöchstgehalte. Rückstandshöchstgehalte wurden festgelegt, um dem Schutz des Verbrauchers vor Belastungen mit Chemikalien Rechnung zu tragen. Dabei sind diese Rückstandshöchstgehalte so festgelegt, dass sie sich am Anbau orientieren und es keinen Bezug zum gesundheitlichen Gefährdungspotential gibt. Das gesundheitliche Gefährdungspotential liegt wiederum noch rund um den Faktor 100 höher, als die festgelegten Rückstandshöchstgehalte. Somit bietet Obst und Gemüse mit Gehalten von Pflanzenschutzmitteln unterhalb der Rückstandshöchstgehalte eine absolute Sicherheit, was den gesundheitlichen Verbraucherschutz betrifft.
 
Darüber hinaus zeigen Untersuchungen in QS, aber auch seitens der amtlichen Lebensmittelüberwachung, dass der Anteil der Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte im Lebensmitteleinzelhandel immer weiter zurückgeht und heute im Durchschnitt unter 0,9 Prozent liegt. Dabei ist bei allen Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen bisher immer seitens der amtlichen Behörden keine Gesundheitsgefährdung nachgewiesen worden. Obst und Gemüse ist damit sicher und gesund.