Pressemeldungen  | 02.05.2016

Rukwied: Diskussion zum Tierwohl ehrlich führen

Reaktion auf Unterstellungen des Lebensmitteleinzelhandels

„Der Vorwurf des Vorstandsvorsitzenden von EDEKA, der Bauernverband trage Schuld an der unzureichenden Finanzausstattung der Initiative Tierwohl, ist absurd. Die Kriterien für bessere Haltungsbedingungen in der Tierhaltung sind einvernehmlich zwischen Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel vereinbart worden. Die unzureichende Finanzausstattung ist von Seiten des Handels einseitig festgelegt worden. Herr Mosa stellt die damaligen Verhandlungen somit völlig auf den Kopf. Das ist angesichts der derzeitigen Haltung seines Unternehmens mit fehlender Unterstützung und Verweigerung höherer finanzieller Beiträge für die Initiative ein fragwürdiger Diskussionsstil.“ Mit dieser Kritik wies der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, Äußerungen von Mosa in der Welt am Sonntag scharf zurück.

 

„Richtig ist, dass Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels zu Beginn der Initiative einen Finanzbedarf von mehreren hundert Millionen Euro jährlich für notwendig erachtet haben. Dieser Betrag ist unter Federführung der EDEKA auf 85 Millionen Euro jährlich gedrückt worden“, stellte Rukwied klar. Der Bauernverband musste dem zustimmen, um das Projekt für mehr Tierwohl überhaupt starten zu können. Wie erwartet, haben sich Schweinehalter für eine Teilnahme an der Initiative Tierwohl angemeldet und in verbesserte Haltungsbedingungen investiert. Mittlerweile stehen über 2.000 Betriebe auf einer Warteliste und warten auf ihre Zulassung zur Initiative Tierwohl.