Termine und Anforderungen an die Ökologischen Vorrangflächen

Termine und Anforderungen an die Ökologischen Vorrangflächen

 
3. ÖVF-Zwischenfrüchte und ÖVF-Grasuntersaaten
 
Allgemeine Vorgaben:

Im ÖVF-Zwischenfruchtanbau müssen entsprechende Mischungen mindestens zwei Arten der vorgegebenen Kulturpflanzen bestehen (maximal 60 Prozent einer Art und maximal 60 Prozent Gräser in der Mischung. Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, mineralischen Stickstoffdüngemitteln und von Klärschlamm ist nicht zulässig. Verboten ist jedoch nicht der Einsatz von Gülle, Mist und Gärresten. Generell kann der Aufwuchs im Antragsjahr durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen und im folgenden Antragsjahr ab 1. Januar durch die Beweidung mit allen Tierarten genutzt werden.

16. Juli bis einschließlich 1. Oktober des Antragsjahres:

In diesem Zeitraum hat die Aussaat der ÖVF-Zwischenfruchtmischungen zu erfolgen. Bei den ÖVF-Grasuntersaaten ist ggf. auch eine frühere Aussaat möglich.

Ab 1. Januar des auf das Antragsjahr folgenden Jahres:

Eine Beweidung der Flächen ist mit allen Tierarten möglich. Ungeachtet der folgenden Cross-Compliance-Regelung ist ein Abfrieren, Schlegeln, Häckseln oder Walzen des Aufwuchses auch vor dem 15. Februar bzw. 15. Januar des folgenden Antragsjahres möglich.

Bis 15. Februar des auf das Antragsjahr folgenden Jahres:

Der Aufwuchs der ÖVF-Zwischenfrüchte ist nach Cross-Compliance-Vorgabe bis mindestens zum 15. Februar des folgenden Antragsjahres auf der Fläche zu erhalten (vgl. § 5 Abs. 6 AgrarZahlVerpflV). Ein Abfrieren ist unschädlich. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Bundesländer diese Frist per Rechtsverordnung auf frühestens den 15. Januar vorziehen.

Ab dem 16. Februar des auf das Antragsjahr folgenden Jahres:

Ein Umbruch sowie jede Nutzung des Aufwuchses ist möglich, auf den Anbau von ÖVF-Zwischenfrüchten muss jedoch zwingend der Anbau einer Hauptkultur folgen. Eine Ausnahme stellen hierbei die Grasuntersaaten dar, diese können jedoch nicht erneut als Ökologische Vorrangflächen angerechnet werden.
 


Inhaltsverzeichnis:

Einleitung
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