Pressemeldungen  | 15.10.2013

Stimmungslage in der Landwirtschaft bleibt positiv

Aktuelles Konjunkturbarometer Agrar von September 2013

Die verhalten positive Stimmungslage der deutschen Landwirte hält weiter an. Der Index des Konjunkturbarometer Agrar lag im September 2013 bei 35,5 Punkten nach 33,1 Punkten bei der vorangegangenen Erhebung im Juni. Maßgebend für den leichten Anstieg waren insbesondere die Preisentwicklungen für Milch, Schweine, Ferkel, Futter- und Düngemittel. Niedrigere Erzeugerpreise für Getreide, Raps und Rinder wirkten sich dagegen belastend auf die Stimmungslage aus. Dies geht aus dem jüngsten Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für den Monat September 2013 hervor.
 
Die Investitionstätigkeit der deutschen Landwirte wird derzeit vor allem von Investitionen in Ställe und Stalltechnik geprägt. Diese übertreffen mit 3,9 Milliarden Euro das entsprechende Vorjahresniveau um 0,4 Milliarden Euro. Die Maschineninvestitionen liegen mit 1,2 Milliarden Euro etwas höher als im Vorjahr. Erheblich gesunken sind dagegen die Investitionsplanungen in erneuerbare Energien (Biogas, Fotovoltaik, Windkraft). Mit 0,7 Milliarden Euro fallen die für das kommende halbe Jahr geplanten Investitionen nur halb so hoch aus wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Insgesamt geht das geplante Investitionsvolumen im Jahresvergleich und 0,3 Milliarden auf 5,9 Milliarden Euro leicht zurück. 39 Prozent der Landwirte wollen im kommenden halben Jahr investieren. Das sind im Jahresvergleich 3 Prozent mehr.
 
Aktuell schätzen die Bauern ihre aktuelle wirtschaftliche Lage im Vergleich zu Juni in etwa gleich gut ein, allerdings mit Unterschieden zwischen den Betriebsformen. Während vor allem Futterbau-, aber auch Veredlungsbetriebe ihre aktuelle wirtschaftliche Situation etwas positiver sehen, beurteilen Ackerbaubetriebe ihre Situation dagegen etwas schlechter.
 
Die Einschätzung über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ist von verhaltener Zuversicht geprägt, auch wenn sich die Zukunftserwartungen im September 2013 gegenüber der Juni-Erhebung leicht verbessert haben. Maßgebend dafür ist eine deutlich bessere Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Situation durch die Futterbaubetriebe. Absolut gesehen liegen die Zukunftserwartungen der Futterbau- und Veredlungsbetriebe auf gleich hohem Niveau, dann folgen die Ackerbaubetriebe. Insgesamt liegen die Zukunftserwartungen im Zeitvergleich auf einem relativ hohen Niveau.
 
Von den Pacht- und Energiepreisen, aber auch von den Düngemittel- und Futtermittelpreisen geht aus Sicht der befragten Betriebsleiter weiterhin der Kostendruck aus. Jedoch hat dieser vor allem bei Futter-, aber auch bei Düngemitteln nachgelassen. Auch die Energiekosten werden im Jahresvergleich weniger belastend eingeschätzt, während der Einfluss der Pachtpreise weiter stark negativ beurteilt wird.
 
Die nationale Agrarpolitik wird von den deutschen Bauern aktuell etwas ungünstiger beurteilt als noch im Juni 2013. Nahezu unverändert kritisch werden auch die Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der EU gesehen.
 
Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Zur aktuellen Befragungsrunde im September 2013 befragte dazu das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmen.