Pressemeldungen  | 02.10.2013

„Summendes Rheinland“ – Kooperativer Naturschutz mit der Landwirtschaft!

Landwirtschaft startet Biodiversitätsprojekt

Ende September 2013 fiel der Startschuss für „Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt“. Das kooperative Biodiversitätsprojekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft durchgeführt. Es ist das erste Teilprojekt im Rahmen eines vom Deutschen Bauernverband (DBV) geplanten Verbundprojektes mit dem Titel „Lebendige Agrarlandschaft – Landwirte gestalten Vielfalt“ zur Förderung der biologischen Vielfalt in Agrar- und Kulturlandschaften. Das von der Bundesregierung 2011 eingerichtete Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ fördert die Umsetzung besonders innovativer und bundesweit repräsentativer Ansätze, die zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beitragen. Das rheinische Projekt soll der Förderung von Wildbienen und anderen bestäubenden Insekten in der ackerbaulich hochproduktiven Bördelandschaft zwischen Aachen, Köln und Bonn dienen.
 
Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft übergab Gertrud Sahler, zuständige Abteilungsleiterin für Naturschutz und Nachhaltige Nutzung im Bundesumweltministerium, nun den Zuwendungsbescheid für das rheinische Teilprojekt und betonte, dass „nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz die Artenvielfalt in offenen Agrar- und Kulturlandschaften erfolgreich und nachhaltig geschützt werden kann“.
 
Friedhelm Decker, Vorsitzender des Stiftungsvorstands und DBV-Umweltbeauftragter dankte dem Bundesumweltministerium für das entgegengebrachte Vertrauen und zeigte sich überzeugt, dass das rheinische Biodiversitätsprojekt neue Wege für einen praxistauglichen Naturschutz aufzeigen werde. Mit der Anlage von blühenden Zwischenfrüchten und Wegsäumen solle über die gesamte Vegetationsperiode, auch außerhalb der Rapsblüte, eine reichlich gedeckte „Nektar-Tafel“ für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuber geschaffen werden. Dies sei gerade in intensiv ackerbaulich genutzten Regionen wie der Jülich-Zülpicher-Börde im Rheinland von Bedeutung. Zusätzlich zu den „flächigen Maßnahmen“ würden sogenannte Gabionen aufgestellt. Die mit Nistmaterial gefüllten Drahtgitterkörbe böten für verschiedene Bestäuber attraktive Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten.