Pressemeldungen  | 14.08.2013

„Tierzucht“ als Wahlkampfthema vollkommen ungeeignet

DBV zu Veröffentlichung von Bündnis 90/Die Grünen

Mit dem Titel „Qualzucht in der Tierhaltung“ ist eine heute veröffentlichte Studie von Bündnis 90/Die Grünen betitelt. Nach Auffassung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) belegt die Literaturauswertung eines Professors der Hochschule Eberswalde diese Aussage aber nicht. „Vielmehr säen die Grünen das Misstrauen gegenüber den landwirtschaftlichen Tierhaltern und das nicht zufällig einen Monat vor der Bundestagswahl“, erklärte Dr. Helmut Born, Generalsekretär des DBV.
 
„In der Studie wurde vollkommen vernachlässigt“, so Dr. Born, „dass Vitalität, Langlebigkeit und Krankheitsresistenz feste Bestandteile der Züchtungsziele sind. In der Folge sei die Sterblichkeitsrate in der Schweinemast und in der Ferkelerzeugung kontinuierlich rückläufig. Auch die Kosten der Tiergesundheit je Mastschwein, die den Aufwand für Tierarzt, Medikamente und Impfungen umfassen, gingen zurück. Bei den Milchkühen sei, anders als in der Studie behauptet, die Lebensdauer seit 10 Jahren konstant, ebenso gehe die Kälbersterblichkeit zurück, berichtet der DBV. Der gleiche Trend sei in der Geflügelwirtschaft zu beobachten. Born kritisiert zudem, dass die Studie auf Basis sehr „ausgewählter“ und teils älterer Literatur verfasst sei und auf keine eigenen Untersuchungen zurückgreifen könne.
 
Grundsätzlich sei festzustellen, erklärte Born, dass Bauern einen guten Blick dafür haben, ob in der Züchtung nachhaltige Ziele verfolgt werden oder nicht. Nur Tiere, die sich wohl fühlen, lieferten auch kontinuierlich und klimafreundlich hochwertige Nahrungsmittel wie Fleisch, Milch oder Eier.