Pressemeldungen  | 10.03.2016

Tourismusbörse: Landtourismus in Deutschland ist auf Erfolgskurs

Ländliche Regionen profitieren von Zunahme der Übernachtungen

Der Tourismus in Deutschland verzeichnete im Jahr 2015 mit über 436 Millionen Übernachtungen zum sechsten Mal in Folge einen Rekordwert. Vor allem die Deutschen wollen ihre Ferien im eigenen Land verbringen, 82 Prozent der Übernachtungen gehen auf deutsche Gäste zurück. Neben dem Städtetourismus werde der Urlaub in den attraktiven ländlichen Regionen geschätzt, stellt der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der 50. Internationalen Tourismusbörse in Berlin fest.

Urlauber interessieren sich zunehmend für den Tourismus im eigenen Land, weil in den vergangenen Jahren viel in moderne Unterkünfte und in die Freizeit- und Kulturangebote investiert wurde. Die Attraktivität der heimischen Kulturlandschaft, der Erholungswert, die breiten sportlichen Angebote sowie die Möglichkeit der Entschleunigung in der Natur und nicht zuletzt der kulinarische Genuss mit Einblick in die Produktion der Nahrungsmittel sind neben den persönliche Kontakten zu den Gastgebern hauptsächliche Gründe für den Urlaub auf dem Land“, erklärte Ute Mushardt, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland.
 
Die Angebote von Urlaub auf dem Bauernhof umfassten heute neben dem traditionellen Familienurlaub auch maßgeschneiderte oder exklusive Möglichkeiten der Freizeitgestaltungen, auch für Singles. Viele Bauernfamilien würden in den auf die Gäste abgestimmten Urlaubsangeboten eine nachhaltige Perspektive für den eigenen Betrieb erkennen. Gleichzeitig entwickle sich der Land-Tourismus zu einem wichtigen Standbein der regionalen Wirtschaft, schaffe und sichere Arbeitsplätze und Einkommen auch im regionalen Handwerk und in der Gastronomie betonte Mushardt. Um das Potenzial des ländlichen Tourismus noch besser auszuschöpfen, sei es zwingend notwendig, die „weißen Flecken“ im Breitbandnetz in den ländlichen Räumen endlich zu schließen und die Verkehrsinfrastruktur weiter zu entwickeln.