Pressemeldungen  | 04.02.2014

Weiterhin auf Vorteile der Biomasse setzen

DBV-Präsidium fordert Korrekturen an EEG-Vorschlägen

Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) fordert Korrekturen an den Vorschlägen der Bundesregierung für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Zielsetzung, den Zubau bei Biomasse hauptsächlich auf die energetische Nutzung von Gülle, Mist und andere landwirtschaftliche Nebenprodukte zu konzentrieren, sei richtig, heißt es in einer Stellungnahme vom 4. Februar 2014 zu den EEG-Eckpunkten. Allerdings würden die jüngst vom Bundeskabinett beschlossenen Vorschläge darauf hinauslaufen, den Neubau landwirtschaftlicher Biogasanlagen vollständig zum Erliegen zu bringen, warnt der Bauernverband.
Die Reform des EEG sollte „die Vorteile der Biomasse als bedarfgerecht verfügbare erneuerbare Energie besonders fördern“, um den „bestmöglichen Beitrag der Biomasse zu einer kostengünstigen Stromerzeugung und zu mehr Netzstabilität“ zu erreichen, wie es in der Stellungnahme weiter heißt. Kritisiert werden insbesondere die vorgeschlagene komplette Streichung der Vergütungsklassen für Energiepflanzen und landwirtschaftliche Reststoffe sowie der zu niedrig angesetzte Ausbaukorridor für die gesamte Biomasseerzeugung von 100 Megawatt pro Jahr. Gefordert wird zudem eine Weiterentwicklung der 2012 neu eingeführten 75KW-Anlagenklasse mit mindestens 80 Prozent Gülle/Mist.