Pressemeldungen  | 17.03.2016

„Wir brauchen im EEG jetzt eine Anschlusslösung für die Bioenergie“

DBV-Präsident Rukwied beim Bundesverband Bioenergie

 „In der EEG-Novelle 2016 brauchen wir eine Anschlusslösung für die Bioenergie. Die Biomasse ist die einzige ernstzunehmende Energiequelle, die eine erneuerbare und zugleich bedarfsgerechte Stromerzeugung gewährleisten kann“, erklärte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf der parlamentarischen Veranstaltung des Bundesverbandes Bioenergie in Berlin.

„Der bisher gesetzte Deckel von 100 MW installierter Leistung muss erheblich angehoben werden, um den heutigen Bestand weiterentwickeln zu können. Über den Weg der Ausschreibungen kann die Weiterentwicklung zu einer bedarfsgerechten und flexiblen Stromerzeugung aus Biomasse vorangehen. Dabei sind die bäuerlichen Erzeugungsstrukturen besonders zu berücksichtigen“, forderte Rukwied. Er unterstützte ausdrücklich die Positionierung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der erhebliche Veränderungen am derzeitigen Vorentwurf der EEG-Novelle 2016 vom Bundeswirtschaftsminister gefordert hat.

Rukwied hob die großen Gemeinsamkeiten zwischen Bauernverband und Bioenergieverbänden bei der Weiterentwicklung der Bioenergie hervor: „Wir haben große Synergien in der Nahrungsmittel- und Energieerzeugung. Es geht um eine gute Verbindung zwischen Teller und Tank, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung für den ländlichen Raum.“

Der DBV-Präsident dankte Helmut Lamp für seine 18-jährige erfolgreiche Arbeit als Vorsitzender des Bundesverbandes Bioenergie. Lamp habe sich für den Schulterschluss zwischen Bauern, Waldbauern und Bioenergiewirtschaft eingesetzt. Im Dezember 2015 hat Artur Auernhammer, Mitglied des Bundestages, seine Nachfolge als Vorsitzender des Bundesverbandes Bioenergie angetreten.