Pressemeldungen  | 22.03.2019

10. Berliner Milchforum

DBV-Vizepräsident Schmal: „Strategie 2030 darf kein Papiertiger bleiben!“

Karsten Schmal, Vize-Präsident und Milchbauernpräsident des Deutschen Bauernverbandes, fordert im Rahmen des 10. Berliner Milchforums agrarpolitische Maßnahmen für die kommenden Monate, vor allem um den deutschen Milchsektor strukturell im international geprägten Wettbewerb besser aufzustellen. 
 
Obwohl sich die Marktlage in den vergangenen Monaten vergleichsweise stabil gezeigt habe (durchschnittlicher Auszahlungspreis im Februar bei 33,7 Ct/kg; Anlieferungsmengen in Deutschland seit Jahresbeginn 1,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau), macht Schmal deutlich, dass es weiterhin einige strukturelle Herausforderungen innerhalb des Milchsektors gebe, für die es strategischer Lösungen bedürfe.
 
Dazu gehöre vorrangig auch, sich auf die Herausforderungen des Brexits einzustellen. „Großbritannien ist ein wichtiger Absatzmarkt u. a. für Käse und Butter, dessen Zugang durch Zölle, Zollabwicklungen und weitere Handelshemmnisse gefährdet würde“, so Schmal.
 
Weitere Anforderungen bei der Düngeverordnung und das Drehen an der Kostenschraube durch den Lebensmitteleinzelhandel würden die Milcherzeuger weiter unter Druck setzen. „Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist es wichtiger denn je, eine gemeinsame Herangehensweise des gesamten deutschen Milchsektors zu definieren und umzusetzen. Wir haben als DBV den Vorschlag zur Erarbeitung einer Sektorstrategie deshalb ausdrücklich begrüßt. Die Strategie 2030 darf jedoch kein Papiertiger bleiben!“, sagt DBV-Vize Karsten Schmal.