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5 Fakten zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft

5.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Unsicherheiten dämpfen die Konjunktur

Die Weltwirtschaft hat im Laufe des Jahres 2012 an Schwung verloren. Dies ist vor allem mit der Verunsicherung über die hohen staatlichen Schuldenstände in vielen Industrieländern, insbesondere in Europa, zu erklären. Dort mussten viele hoch verschuldete Länder Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben vornehmen, um die Staatshaushalte zu sanieren. Europa ist damit das Schlusslicht der Weltkonjunktur.
Deutschland gilt neben Polen und Skandinavien als wirtschaftlicher Stabilitätsanker in Europa. Das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes soll nach der Prognose des Sachverständigenrates („Fünf Weise“) in 2012 und 2013 jeweils bei 0,8 Prozent liegen.


Deutsche Wirtschaft in 2013 stabil
Der Sachverständigenrat sagt für 2013 eine stabile Binnenkonjunktur trotz einer gedämpften Exportnachfrage voraus. Die verfügbaren Einkommen sollen infolge steigender Lohnabschlüsse und stabiler Beschäftigung um 2,6 Prozent wachsen. Nach Berücksichtigung der Inflation soll der private Konsum real um 0,8 Prozent zulegen. Auch die Investitionen sollen wieder anziehen, nachdem es hier in 2012 eine Stagnation gegeben hat. Vor allem beim Wohnungsbau (+ 3,2 Prozent in 2013) werden positive Impulse erwartet, zumal die Zinsen für Immobilienkredite niedrig sind.


Unter 3 Millionen Arbeitslose
Für 2013 erwarten die Wirtschaftsforscher im Jahresdurchschnitt ein Verharren der Arbeitslosenzahl knapp unter der Grenze von 3 Millionen Personen. Die Zahl der Erwerbstätigen soll sich 2013 um weitere 176.000 auf 41,7 Millionen Personen erhöhen.


Leichte Inflation
Für die Verbraucher soll die Preissteigerung 2013 unverändert wie in 2012 bei etwa 2,0 Prozent liegen. Dazu tragen unter anderem höhere Energiepreise bei. So wird der gesamtwirtschaftliche Preiseffekt der Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz auf 0,2 Prozentpunkte beziffert. Preisdämpfend auch in Deutschland wirkt die rückläufige Auslastung der Industrie in vielen europäischen Nachbarländern.


Öffentliche Haushalte wieder im Defizit
2012 schließen die öffentlichen Haushalte in Deutschland nach Einschätzung des Sachverständigenrates mit einem leichten Überschuss von 1,6 Milliarden Euro ab. Weil die Staatsausgaben voraussichtlich stärker wachsen als die Einnahmen, wird für 2013 jedoch wieder mit einem leichten Defizit von 3,1 Milliarden Euro gerechnet. Wesentlich hierfür dürften deutlich wachsende Ausgaben für die gesetzliche Kranken- und Pflegever-sicherung sein. Die staatlichen Steuereinnahmen werden nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums 2013 bei 633 Milliarden Euro liegen. Das entspricht einem Plus gegenüber 2012 von 2,3 Prozent. Die Wirtschaftsweisen fordern, dass die Ziele der „Schuldenbremse“ weiter verfolgt werden, indem die Staatsausgaben begrenzt und reduziert werden.
 
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Herausgegeben vom Deutschen Bauernverband mit Unterst�tzung von: