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5 Fakten zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft

5.2 Buchführungsergebnisse

Wirtschaftsanalyse auf der Basis von 15.610 Buchführungsabschlüssen
Der Analyse zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Landwirtschaft liegen 15.610 Jahresabschlüsse von landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben zu Grunde. Es handelt sich dabei um Buchführungsabschlüsse der LAND-DATA, des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes Kiel und anderer regionaler Buchstellen. Die Ergebnisse sind anhand der Verteilung der Betriebe nach der Agrarstrukturerhebung 2010 repräsentativ hochgerechnet. Bei den Ergebnissen zu den Agrargenossenschaften konnte auf die Unterstützung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und des Fachprüfungsverbandes (FPV) zurückgegriffen werden.
 
 
Buchführungsergebnisse Haupterwerbsbetriebe

Wirtschaftsjahr 2013/14 noch mit Aufwärtsentwicklung
Die Unternehmensergebnisse haben sich im Wirtschaftsjahr 2013/14 verbessert. Im Durchschnitt der ausgewerteten 14.075 Haupterwerbsbetriebe (Personengesellschaften und Einzelunternehmen) lag das Unternehmensergebnis mit 67.300 Euro um 6 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 63.500 Euro. Dabei fällt die Entwicklung der Wirtschaftszahlen nach Betriebsformen und Regionen unterschiedlich aus. Ackerbaubetriebe haben kräftig verloren, ebenso Weinbau- und Obstbaubetriebe. Futterbaubetriebe, die im Jahr zuvor noch hohe Gewinnrückgänge hinnehmen mussten, konnten dagegen kräftig zulegen. Auch die Veredlungsbetriebe konnten ihr Unternehmensergebnis verbessern. Während Regionen mit relativ hohem Ackerbauanteil wie der Osten Deutschlands im zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2013/14 deutliche Ergebnisrückgänge hinnehmen mussten, können viele Regionen mit relativ starker Tierhaltung verbesserte Ergebnisse vermelden. In Bayern allerdings konnte das Gewinnniveau des Vorjahres nur knapp gehalten werden.
 
Wirtschaftsjahr 2014/15 lässt starke Einbußen erwarten
Tendenziell ungünstige Marktentwicklungen in fast allen wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugungsbereichen lassen für das laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 starke Gewinneinbußen befürchten, und zwar in fast allen Betriebsformen. Niedrigere Futtermittel-, Düngemittel- und auch Energiepreise können die starken Umsatzrückgänge nur begrenzt abfedern. Die Hoffnungen liegen auf wieder stabileren Agrarmärkten in der ersten Jahreshälfte 2015. Regionale witterungsbedingte Ertragsunterschiede zwischen den Betrieben lassen die Ergebnisrückgänge in den Regionen unterschiedlich stark ausfallen.
 
Je Landwirt 46.400 Euro
Das Unternehmensergebnis je Familienarbeitskraft beträgt im Wirtschaftsjahr 2013/14 im Durchschnitt der Betriebe 46.400 Euro. Die Landwirte haben damit ein „Bruttomonatseinkommen“ (monatliches Unternehmensergebnis je Familien-Arbeitskraft) von knapp 3.900 Euro erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil des Unternehmensergebnisses für die Finanzierung von Existenz sichernden Neuinvestitionen aufzuwenden ist. Auch die Zahlungen für die Landwirtschaftliche Alters- und Krankenversicherung müssen aus dem Unternehmensergebnis getragen werden. Diese betrugen im Durchschnitt der Betriebe im Wirtschaftsjahr 2013/14 6.700 Euro oder 560 Euro pro Monat.
 
Im Durchschnitt der Betriebe zufriedenstellende Faktorentlohnung
Unter dem Blickwinkel der Entlohnung der im Betrieb eingesetzten Faktoren Arbeit und Kapital sind die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2013/14 im Durchschnitt der Betriebe zufriedenstellend. Unter der Annahme eines Lohnansatzes für die durchschnittlich 1,45 Familienarbeitskräfte, wie er für fremde Arbeitskräfte einschließlich Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung gezahlt wird, und eines Zinsansatzes von 3,5 Prozent für das eingesetzte Eigenkapital müsste das durchschnittliche Unternehmensergebnis bei 59.600 Euro liegen. Das tatsächliche Unternehmensergebnis lag mit 67.300 Euro deutlich darüber. An diesem Unternehmensergebnis machten die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämien) 24.700 Euro oder 37 Prozent aus.
 
Um 2,8 Prozent höhere Erträge
Die betrieblichen Erträge sind im Durchschnitt aller Betriebe im Wirtschaftsjahr 2013/14 um 2,8 Prozent gestiegen. Dabei legten preisbedingt die Erträge aus Milch um fast ein Viertel zu. Auch in der Ferkel- und besonders in der Kartoffelerzeugung stiegen die monetären Erträge. Stark rückläufig waren dagegen die Erträge bei Zuckerrüben, Getreide und Futter-/Energiepflanzen. Aber auch die Erträge aus der Rinder- und Schweinemast verfehlten das Vorjahresergebnis.
Die staatlichen „Zulagen und Zuschüsse“ gingen um gut 2 Prozent zurück. Hauptgründe dafür waren ein Rückgang der EU-Direktzahlungen infolge Kürzung der EU-Mittel, aber auch eine geringere Ausgleichszulage sowie eine niedrigere steuerliche Rückvergütung beim Agrardiesel.
 
Großes Minus in den Ackerbaubetrieben
Haupterwerbsbetriebe mit Produktionsschwerpunkt Ackerbau hatten im Wirtschaftsjahr 2013/14 gegenüber dem Vorjahr preisbedingt besonders hohe Ergebnisrückgänge im Getreide- und Zuckerrübenanbau, aber auch beim Anbau von Futter- und Energiepflanzen. Ihr Unternehmensergebnis sank um fast ein Viertel auf 78.400 Euro (-23 Prozent). Dieser Rückgang wäre noch höher ausgefallen, wenn nicht gleichzeitig die Aufwendungen für Düngemittel erheblich zurückgegangen wären. Die Aufwendungen insgesamt blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
 
Um 2,4 Prozent höhere Aufwendungen
Die betrieblichen Aufwendungen nahmen im Wirtschaftsjahr 2013/14 mit plus 2,4 Prozent fast so stark zu wie die betrieblichen Erträge. Überdurchschnittlich stiegen die Aufwendungen für Pflanzenschutzmittel und Personal. Hinter den um rund 10 Prozent höheren Personalaufwendungen stehen gleichermaßen eine Beschäftigungszunahme sowie höhere Löhne. Zwischen 4 und 6 Prozent erhöhten sich die Aufwendungen für Abschreibungen, Viehzukäufe, Pachten und Unterhalt der Sachanlagen. Nur relativ geringfügig erhöhte sich der Aufwand für Energie und Treibstoffe, während besonders der Zinsaufwand aber auch die Aufwendungen für Futter- und Düngemittel deutlich geringer ausfielen.
 
Milchviehbetriebe 2013/14 mit deutlichem Plus
Nach zwei Wirtschaftsjahren mit rückläufigen Unternehmensergebnissen erzielten die auf Milchviehhaltung spezialisierten Betriebe im Wirtschaftsjahr 2013/14 einen kräftigen Zuwachs ihrer Unternehmensergebnisse. Ihr Unternehmensgewinn stieg auf durchschnittlich rund 70.500 Euro und damit gegenüber dem Vorjahr um gut ein Drittel (+ 38 Prozent). Hauptursachen für die deutliche Ergebnisverbesserung waren im Wesentlichen höhere Milchpreise und damit ein höherer Ertrag aus Milch. Dazu trugen aber auch ein im Durchschnitt der Betriebe um fast 4 Prozent gewachsener Milchkuhbestand und eine höhere Milchleistung je Kuh bei (+ 2 Prozent). Die betrieblichen Erträge insgesamt stiegen gegenüber dem Vorjahr um fast 12 Prozent. Im Vergleich zu anderen Betriebsformen nahmen die betrieblichen Aufwendungen mit plus 6 Prozent relativ stark zu. Ursache sind die Expansionsschritte vieler spezialisierter Milchviehviehbetriebe mit Blick auf das Auslaufen der Milchquote in 2015.
 
Auch Rindermastbetriebe mit positiver Ergebnisentwicklung
Die stärker auf Rindermast und Mutterkuhhaltung spezialisierten „sonstigen Futterbaubetriebe“ erreichten im Wirtschaftsjahr 2013/14 ein Unternehmensergebnis von 48.200 Euro. Gegenüber dem relativ niedrigen Stand des Vorjahres sind dies 19 Prozent mehr. Trotz deutlich geringerer Erträge aus der Rindermast konnten auch diese Betriebe von den höheren Milchpreisen profitieren. Positiv auf das Unternehmensergebnis wirkten sich ferner niedrigere Aufwendungen für Futtermittel und insbesondere Viehzukauf aus.
 
Wirtschaftliche Verbesserung bei den Veredlungsbetrieben
Die Veredlungsbetriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2013/14 ihre wirtschaftliche Situation verbessern. Mit 73.100 Euro lag ihr Unternehmensergebnis über dem Durchschnitt aller Betriebe (67.300 Euro). Gegenüber dem Vorjahr resultiert daraus ein Plus von rund 7 Prozent. Hauptgrund für die positive wirtschaftliche Entwicklung sind erhebliche Einsparungen bei Futtermitteln und ein Ertragszuwachs in der Sauenhaltung, während die Erträge aus der Schweinemast unter das Vorjahresniveau fielen. Die auf Geflügelhaltung spezialisierten Veredlungsbetriebe konnten ihre Unternehmensergebnisse im Wirtschaftsjahr 2013/14 um gut ein Drittel verbessern, nachdem es im Vorjahr starke Einbußen gegeben hatte.
 
Wein- und Obstbaubetriebe mit Minus – große regionale Unterschiede
Die auf Weinbau ausgerichteten Dauerkulturbetriebe verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2013/14 einen weiteren Anstieg ihrer Wirtschaftsergebnisse. Bei großen regionalen Unterschieden liegt das durchschnittliche Unternehmensergebnis dieser Betriebsgruppe bei 58.200 Euro. Das sind fast 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die auf Obstanbau ausgerichteten Dauerkulturbetriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2013/14 ihr Vorjahresergebnis nicht halten. Gegenüber dem relativ guten Vorjahresergebnis sank ihr Unternehmensgewinn um 5 Prozent.
 
Öko-Betriebe mit Ergebnisverbesserung
Unter den Haupterwerbsbetrieben konnten auch 325 Betriebe des ökologischen Landbaus ausgewertet werden. Davon sind zwei Drittel Milchviehbetriebe. Die Einflussfaktoren auf Erträge und Aufwendungen waren ähnlich wie bei den konventionell wirtschaftenden Betrieben. Allerdings stiegen die Erträge aus Milchviehhaltung (+ 16 Prozent) nicht so stark wie Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe (+ 25 Prozent). Insgesamt nahmen die Erträge und Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr jeweils um rund 5 Prozent zu. Das Unternehmens-ergebnis stieg im Wirtschaftsjahr 2013/14 um 7 Prozent auf 69.500 Euro je Betrieb (nicht hochgerechnet). Die Öko-Betriebe weisen deutlich höhere Zahlungen aus Agrarumweltmaßnahmen bzw. Flächenprämien für den ökologischen Landbau auf, durchschnittlich 17.300 Euro im Vergleich zu 2.900 Euro im Durchschnitt aller Haupt-erwerbsbetriebe.
 
Mehr Fremdkapital – geringerer Zinsaufwand
Der durchschnittliche Fremdkapitaleinsatz je Haupterwerbsbetrieb erhöhte sich im Wirtschaftsjahr 2013/14 um durchschnittlich fast 5 Prozent auf 182.700 Euro. Das waren gegenüber dem Stand des Vorjahres 7.900 Euro mehr. Je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche beträgt der Fremdkapitaleinsatz rund 2.250 Euro. Vom gesamten betrieblichen Fremdkapital entfielen durchschnittlich 42.800 Euro (23,4 Prozent) auf kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr. Die Zinsaufwendungen lagen bei durchschnittlich 5.700 Euro je Unternehmen, gegenüber dem Vorjahr 8 Prozent weniger. Offensichtlich nutzten viele Betriebe das günstige Zinsniveau zur zusätzlichen Fremdkapitalaufnahme für Investitionen bzw. zur Umschuldung.
 
Anstieg der Investitionstätigkeit
Die Bruttoinvestitionen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe nahmen im Wirtschaftsjahr 2013/14 um 3 Prozent auf durchschnittlich 59.000 Euro zu. Die Nettoinvestitionen betrugen durchschnittlich 18.100 Euro je Betrieb, das sind knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesen Zahlen ist nicht berücksichtigt, dass viele Landwirte die betriebswirtschaftlich vorteilhaften Möglichkeiten des EEG genutzt haben und weiter, wenn auch deutlich verhaltener als in den Vorjahren, in Photovoltaik- und Biogasanlagen investiert haben. Die werden im landwirtschaftlichen Buchführungsabschluss nicht oder nur teilweise aufgeführt.
 
Betriebe reagieren auf Preis- und Marktentwicklungen mit Vorsicht
Die im Schnitt der Haupterwerbsbetriebe deutlich positive Entwicklung der Unternehmensergebnisse hätte höhere Investitionen und damit verbunden auch eine höhere Fremdkapitalaufnahme erwarten lassen. Auch die nur geringe Steigerung der Eigenkapitalbildung (gegenüber Vorjahr plus 1 Prozent) deutet in Verbindung mit ungünstigen Preis- und Marktentwicklungen im Laufe des Jahres 2014 auf eine betriebswirtschaftlich gebotene Zurückhaltung und Vorsicht der Betriebe hin.
 
Nachhaltige Wirtschaftlichkeit
Wegen der relativ starken Schwankungen der Gewinne in der Landwirtschaft wird die wirtschaftliche Lage in den Betrieben zusätzlich auch anhand mehrjähriger Durchschnitte beurteilt. Im Durchschnitt der Wirtschaftsjahre 2011/12 bis 2013/14 erzielten die Haupterwerbsbetriebe ein durchschnittliches Unternehmensergebnis von 63.000 Euro. In 48 Prozent der Betriebe lag das Unternehmensergebnis im Schnitt der drei Wirtschaftsjahre bei mehr als 50.000 Euro. Das durchschnittliche Unternehmensergebnis dieser Gruppe betrug 102.000 Euro. Auch Brutto- und Nettoinvestitionen lagen mit 78.700 Euro bzw. 27.100 Euro erheblich über dem Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe. Ganz anders stellen sich die Verhältnisse in den Betrieben unter 30.000 Euro nachhaltigem Unternehmensgewinn. Hier fanden im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre mit 7.700 Euro nur noch vergleichsweise geringe Nettoinvestitionen statt. Das Eigenkapital wurde jährlich um rund 500 Euro abgebaut.
 
44 Prozent der Betriebe mit Eigenkapitalbildung über 10.000 Euro
Die nachhaltige Eigenkapitalbildung der drei Wirtschaftsjahre 2011/12 bis 2013/14 betrug im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe 14.400 Euro. Als pauschale Messgröße zur Sicherung der Existenz eines Haupterwerbsbetriebes gilt eine jährliche Eigenkapitalbildung von mindestens 10.000 Euro. Von der Gesamtheit der Haupterwerbsbetriebe erwirtschafteten im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre 44 Prozent eine Eigenkapitalbildung von mindestens 10.000 Euro. Die durchschnittliche Eigenkapitalbildung dieser Betriebe betrug 41.300 Euro. Die Bruttoinvestitionen dieser Betriebe lagen bei jährlich 85.900 Euro, die Nettoinvestitionen bei entsprechend 37.600 Euro. In den 23 Prozent der Haupterwerbsbetriebe mit nachhaltigen Eigenkapitalverlusten von jährlich mehr als 5.000 Euro dagegen wurde zusätzliches Fremdkapital aufgenommen und gleichzeitig mehr abgeschrieben als investiert.
 
Viele Betriebe auf dem Rückzug aus der Landwirtschaft
Etwa 45 Prozent der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe investierten in den zurückliegenden drei Wirtschaftsjahren netto mehr als 5.000 Euro im Jahr, im Durchschnitt 51.900 Euro. Ihr Unternehmensergebnis war mit jährlich 77.600 Euro ebenso überdurchschnittlich wie die Eigenkapitalbildung mit 30.300 Euro und die Fremdkapitalzunahme mit 26.600 Euro. Anders bei den Betrieben, in denen Vermögen abgebaut wurde: Etwa 33 Prozent der Betriebe hatten in den letzten drei Wirtschaftsjahren negative Nettoinvestitionen von jährlich mehr als 5.000 Euro. Neben einem niedrigen Unternehmensergebnis sind Eigen- und Fremdkapitalabbau und damit Minderung des Unternehmensvermögens kennzeichnend für die Situation dieser Betriebe.
 
Fremdkapital ist in vielen Betrieben ein wichtiges Finanzierungsinstrument
Etwa 25 Prozent der Betriebe nahmen im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre jährlich mehr als 10.000 Euro Fremdkapital auf, im Durchschnitt dieser Betriebe waren es 58.400 Euro. Kennzeichen dieser Betriebe ist vor allem eine hohe Investitionstätigkeit. Betriebe dagegen, die ihren Fremdkapitaleinsatz in den letzten Jahren nachhaltig reduzierten, investierten auch weniger, zeichnen sich aber durch eher durchschnittliche Unternehmensergebnisse und Eigenkapitalbildung aus.
 
 
Nebenerwerbsbetriebe
 
Unternehmensergebnisse verschlechtert
Das durchschnittliche Unternehmensergebnis der Nebenerwerbsbetriebe lag im Wirtschaftsjahr 2013/14 bei 15.100 Euro. Dies sind 5.700 Euro weniger als im Vorjahr. Die Ergebnisse beruhen auf 1.535 ausgewerteten Nebenerwerbsbetrieben. Die meisten davon (62 Prozent) sind auf Ackerbau ausgerichtet.
Die durchschnittliche Größe der Nebenerwerbsbetriebe beträgt 37,2 Hektar LF. Gegenüber dem Vorjahr sind insbesondere die Viehbestände, aber auch Fläche und Arbeitskräfte zurückgegangen. Auch die Entwicklungen bei den Erträgen (- 10 Prozent) und Aufwendungen (- 4 Prozent) deuten darauf hin, dass sich die ausgewerteten Nebenerwerbsbetriebe stärker auf ihre außerlandwirtschaftliche Erwerbstätigkeit konzentrieren.
 
 
Agrargenossenschaften
 
Ähnliche Ergebnisse wie in den Haupterwerbsbetrieben
Die ausgewerteten 83 Agrargenossenschaften aus den neuen Ländern bewirtschafteten 2013 im Durchschnitt 1.562 Hektar LF. Insgesamt wurden durchschnittlich 26 Vollarbeitskräfte (AK) beschäftigt. Die bewirtschaftete Fläche der Betriebe und die durchschnittlich gehaltenen Viehbestände blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Die Umsatzerlöse sanken im Kalenderjahr 2013 infolge starken Erlösrückganges in der pflanzlichen Erzeugung um 4 Prozent. Die betrieblichen Aufwendungen gingen leicht zurück, und zwar um 1 Prozent. Das Unternehmensergebnis (Jahresüberschuss) betrug im Durchschnitt 215.000 Euro nach 300.000 Euro im Vorjahr. Gemessen an der Kennzahl „Unternehmensergebnis plus Personalaufwand“, die einen Vergleich zwischen den Betrieben verschiedener Rechtsformen ermöglicht, wurden je Arbeitskraft 39.000 Euro erzielt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 8 Prozent. Bei den Haupterwerbsbetrieben betrug der entsprechende Wert 40.900 Euro (+ 6 Prozent). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Ergebnisse für die Agrargenossenschaften auf das Kalenderjahr 2013 beziehen und die Ergebnisse für die Haupterwerbsbetriebe auf das Wirtschaftsjahr 2013/14.
 
 
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