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5 Fakten zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft

5.3 Buchführungsergebnisse

 
Haupterwerbsbetriebe
 
Wirtschaftsanalyse auf der Basis von 16.100 Buchführungsabschlüssen
Der Analyse zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Landwirtschaft liegen 16.146 Jahresabschlüsse von landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben zu Grunde. Es handelt sich dabei um Buchführungsabschlüsse der LAND-DATA, des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes Kiel sowie der Buchstelle des Bayerischen Bauernverbandes. Die Ergebnisse sind anhand der Verteilung der Betriebe nach der Agrarstrukturerhebung 2010 repräsentativ hochgerechnet. Bei den Ergebnissen zu den Agrargenossenschaften konnte auf die Unterstützung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und des Fachprüfungsverbandes (FPV) zurückgegriffen werden.
Durch die Umstellung der Hochrechnungsgrundlage auf die Systematik der Landwirtschaftszählung 2010 (Anhebung der unteren Erfassungsgrenzen, aktuelle Daten), die neue EU-Betriebsklassifikation und die Neudefinition von Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben steigt das Niveau der durchschnittlichen Unternehmens- und Ergebniskennziffern wie beim Testbetriebsnetz der Bundesregierung deutlich an. Die Buchführungsdaten des aktuellen Situationsberichts sind mit denen aus vorangegangenen Berichten deswegen nur bedingt vergleichbar.
 
 
Wirtschaftsjahr 2011/12 mit insgesamt stabilen Unternehmensergebnissen
Die Unterneh-mensergebnisse haben sich im Wirtschaftsjahr 2011/12 auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert. Im Durchschnitt der ausgewerteten 14.600 Haupterwerbsbetriebe (Personen-gesellschaften und Einzelunternehmen) lag das Unternehmensergebnis bei 58.150 Euro (Vorjahr 58.050 Euro). Den Ergebnissen aus dem aktuellen und dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr gingen die Wirtschaftsjahre 2008/09 sowie 2009/10 mit deutlich negativer Ergebnisentwicklung voraus. Bei insgesamt stabiler Entwicklung der Unternehmensergebnisse im Wirtschaftsjahr 2011/12 fällt die Entwicklung der Wirtschaftszahlen nach Betriebsformen und Regionen sehr unterschiedlich aus. Ackerbau- und Futterbaubetriebe konnten das Vorjahresniveau nicht halten. Veredlungsbetriebe dagegen konnten gegenüber den schlechten Vorjahresergebnissen wieder aufholen. Besonders die Ferkel erzeugenden Betriebe hatten in der Vergangenheit wirtschaftlich unter sehr niedrigen Ferkelpreisen gelitten. Weinbaubetriebe konnten ihr Ergebnis verbessern.
 
 
Wirtschaftsjahr 2012/13 mit Kostensteigerungen
Tendenziell günstige Marktentwicklungen bei wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen liefern im laufenden Wirtschaftsjahr 2012/13 die Voraussetzung für eine voraussichtlich stabile Erlösentwicklung in den landwirtschaftlichen Betrieben. Dem stehen aber Kostensteigerungen besonders bei Energie, Futter- und Düngemitteln gegenüber. Bei vielen pflanzlichen Erzeugnissen trifft eine eher mäßige Ernte auf eine gute Nachfrage. Die Delle bei den Milchpreisen dürfte im Herbst 2012 überwunden sein. Unsicherer ist die Marktentwicklung in der tierischen Veredlung. Inwieweit sich die wirtschaftliche Lage in den Veredlungsbetrieben angesichts hoher Futter- und Energiekosten weiter erholen kann, bleibt offen.
 

Je Landwirt 39.700 Euro
Das Unternehmensergebnis je Familienarbeitskraft beträgt im Wirtschaftsjahr 2011/12 im Durchschnitt der Betriebe 39.700 Euro. Die Landwirte haben damit ein „Bruttomonatseinkommen“ (monatliches Unternehmensergebnis je Familien-Arbeitskraft) von etwa 3.300 Euro erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil des Unternehmensergebnisses für die Finanzierung von Existenz sichernden Neuinvestitionen aufzuwenden ist. Auch die Zahlungen für die Landwirtschaftliche Sozialversicherung – bei der Alterssicherung nur Teilsicherung – müssen aus dem Unternehmensergebnis getragen werden. Diese betrugen im Durchschnitt der Betriebe 6.900 Euro.
 
 
Keine volle Faktorentlohnung
Unter dem Blickwinkel der Entlohnung der im Betrieb eingesetzten Faktoren Arbeit und Kapital sind die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2011/12 im Durchschnitt der Betriebe noch nicht zufriedenstellend. Unter der Annahme eines Lohnansatzes für die durchschnittlich 1,4 Familienarbeitskräfte, wie er für fremde Arbeitskräfte einschließlich Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung gezahlt wird, und eines Zinsansatzes von 3,5 Prozent für das eingesetzte Eigenkapital hätte das durchschnittliche Unternehmensergebnis bei 60.000 Euro liegen müssen. Das tatsächliche Unternehmensergebnis lag dagegen nur bei 58.200 Euro. An diesem Unternehmensergebnis machten die EU-Direktzahlungen (Betriebsprämien) 26.300 Euro aus.
 
 
Höheren Erträgen standen höhere Aufwendungen gegenüber
Die betrieblichen Erträge sind im Durchschnitt aller Betriebsformen im Wirtschaftsjahr 2011/12 um 6 Prozent gestiegen. Auch die Erträge aus Milch nahmen in dieser Größenordnung preis- und mengenbedingt zu. Überdurchschnittlich stark stiegen die Erträge bei Zuckerrüben, Rindern und Schweinen sowie Getreide, wo eine erheblich kleiner ausgefallene Ernte über höhere Erzeugerpreise mehr als ausgeglichen werden konnte. Bei Raps hingegen reichten höhere Preise nicht aus, das Ernteminus wettzumachen. Auch bei Kartoffeln erlitten die Landwirte deutliche Ertragseinbußen. Die staatlichen Zulagen und Zuschüsse gingen um fast 2 Prozent zurück.
Im Wirtschaftsjahr 2011/12 nahmen auch die betrieblichen Aufwendungen mit plus 7 Prozent deutlich zu. Bei Futtermitteln trieben sowohl höhere Preissteigerungen als auch höhere Mengen an zugekauften Futtermitteln auf Grund schwacher Ernten die Kosten besonders stark in die Höhe. Besonders zu Buche schlugen auch die preisbedingt höheren Ausgaben für Energie und Treibstoffe, Düngemittel, Viehzukäufe sowie für Saat- und Pflanzgut. Weiter gestiegen sind der Personalaufwand, die Unterhaltung von Maschinen und Geräten, die Abschreibungen sowie die Pachten. Der Aufwand für Zinsen war dagegen leicht rückläufig. 
 
 
Einbußen in den Ackerbaubetrieben
Haupterwerbsbetriebe mit Produktionsschwerpunkt Ackerbau haben im Wirtschaftsjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr deutliche Einbußen hinnehmen müssen (- 12 Prozent). Mit 62.700 Euro liegt ihr durchschnittliches Unternehmensergebnis aber immer noch über dem aller anderen Betriebsformen. Deutlich niedrigere Ernteergebnisse im Getreide- und Rapsanbau konnten nur zum Teil über höhere Verkaufspreise ausgeglichen werden. Gute Ernten dagegen führten bei Zuckerrüben sowie bei Futter- und Energiepflanzen zu einer deutlichen Erlössteigerung. Bei Kartoffeln hatte die relativ gute Ernte einen starken Preisrückgang zur Folge, so dass der monetäre Ertrag gegenüber dem Vorjahr erheblich niedriger ausfiel. Auf der Aufwandsseite schlugen vor allem stark gestiegene Ausgaben für Düngemittel, Energie und Treibstoffe, Pflanzenschutzmittel sowie Saat- und Pflanzgut zu Buche.
 
 
Milchviehbetriebe erreichen Vorjahresergebnis nicht
Die auf Milchviehhaltung spezialisierten Betriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2011/12 ihr Vorjahresergebnis nicht ganz halten (- 4 Prozent). Mit durchschnittlich 62.100 Euro liegt ihr Unternehmensergebnis nur wenig unter dem der Ackerbaubetriebe. Höhere Erzeugerpreise für Milch und vor allem für Rinder sorgten zwar für eine deutliche Ertragssteigerung. Dem standen aber erhebliche Mehraufwendungen bei Futtermitteln und Energie gegenüber. Ohne diese kräftigen Kostensteigerungen wären die Unternehmensergebnisse der Milchviehhalter wesentlich besser ausgefallen.
 
 
Rindermäster und Mutterkuhhalter mit stabilem Ergebnis
Die vorwiegend auf Rindermast und Mutterkuhhaltung spezialisierten „sonstigen Futterbaubetriebe“ erreichten im Wirtschaftsjahr 2011/12 ein Unternehmensergebnis von 48.800 Euro. Gegenüber dem Stand des Vorjahres sind dies knapp 1 Prozent mehr. Positiv auf das Unternehmensergebnis wirkten höhere Rinderpreise. Auch Mehrerlöse aus anderen Erzeugungsbereichen wie der Pflanzenproduktion und der Milch beeinflussten das Unternehmensergebnis positiv. Wie in den anderen Betriebsformen standen diesen Ertragssteigerungen kräftige Aufwandssteigerungen gegenüber.  
 
 
Wirtschaftliche Erholung bei den Veredlungsbetrieben
Die Veredlungsbetriebe konnten im Wirtschaftsjahr 2011/12 den Einbruch ihrer Wirtschaftsergebnisse aus den beiden vorangegangenen Wirtschaftsjahren wieder wettmachen. Mit 55.900 Euro je Unternehmen erwirtschafteten die Veredlungsbetriebe allerdings ein Unternehmensergebnis, das unter dem Durchschnitt aller Betriebe liegt. Hauptgrund für die positive wirtschaftliche Entwicklung sind Erzeugerpreise für Mastschweine und Ferkel, die im Schnitt des Wirtschaftsjahres 2011/12 die Vorjahreslinie deutlich überschritten. Die stark gestiegenen Ausgaben, insbesondere für Futtermittel und Energie, konnten mit den höheren Erlösen mehr als aufgefangen werden.  
 
Weinbaubetriebe mit Plus – große regionale Unterschiede
Die auf den Weinbau ausgerichteten Dauerkulturbetriebe verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2011/12 einen Anstieg ihrer Wirtschaftsergebnisse. Bei großen regionalen Unterschieden liegt das durchschnittliche Unternehmensergebnis dieser Betriebsgruppe bei 60.200 Euro. Das sind rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr.
 
Öko-Betriebe mit Einbußen
Unter den Haupterwerbsbetrieben konnten auch 265 Betriebe des ökologischen Landbaus ausgewertet werden. Davon sind 66 Prozent Milchviehbetriebe. Die Einflussfaktoren auf Erträge und Aufwendungen waren ähnlich wie bei den konventionell wirtschaftenden Betrieben. Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent, die Aufwendungen um knapp 7 Prozent. Das Unternehmensergebnis sank im Wirtschaftsjahr 2011/12 um 9 Prozent auf 47.900 Euro je Betrieb. Die Öko-Betriebe weisen deutlich höhere Zahlungen aus Agrarumweltmaßnahmen bzw. Flächenprämien für den ökologischen Landbau auf, durchschnittlich 19.900 Euro im Vergleich zu 3.200 Euro im Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe.
 
Mehr Fremdkapital – geringerer Zinsaufwand
Der durchschnittliche Fremdkapitaleinsatz je Haupterwerbsbetrieb erhöhte sich im Wirtschaftsjahr 2011/12 um durchschnittlich knapp 3 Prozent auf 171.200 Euro. Das waren gegenüber dem Stand des Vorjahres 4.900 Euro mehr. Je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche beträgt der Fremdkapitaleinsatz 2.130 Euro. Vom gesamten betrieblichen Fremdkapital entfielen durchschnittlich 40.600 Euro (23,7 Prozent) auf kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr. Die Zinsaufwendungen lagen bei durchschnittlich 6.300 Euro je Unternehmen, gegenüber Vorjahr knapp 1 Prozent weniger. Offensichtlich nutzten viele Betriebe das günstige Zinsniveau zur zusätzlichen Fremdkapitalaufnahme bzw. zur Umschuldung.
 
Investitionstätigkeit nahezu unverändert
Die Bruttoinvestitionen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe nahmen im Wirtschaftsjahr 2011/12 um 1 Prozent auf durchschnittlich 51.800 Euro zu. Die Nettoinvestitionen betrugen durchschnittlich 13.900 Euro je Betrieb, das sind gut 300 Euro weniger als im Vorjahr. In diesen Zahlen ist nicht berücksichtigt, dass viele Landwirte die betriebswirtschaftlich vorteilhaften Möglichkeiten des EEG genutzt haben und vor allem in Photovoltaik- und Biogasanlagen investiert haben, die im landwirtschaftlichen Buchführungsabschluss nicht oder nur teilweise aufgeführt werden (siehe Kapitel 5.2, Ergebnisse Investitions- und Konjunkturbarometer).
 
 
Nachhaltige Wirtschaftlichkeit
Wegen der relativ starken Schwankungen der Gewinne in der Landwirtschaft wird die wirtschaftliche Lage in den Betrieben zusätzlich auch anhand mehrjähriger Durchschnitte beurteilt. Im Durchschnitt der Wirtschaftsjahre 2009/10 bis 2011/12 erzielten 41 Prozent der Haupterwerbsbetriebe einen durchschnittlichen Unternehmensgewinn von mehr als 50.000 Euro. Im Durchschnitt lag das Unternehmensergebnis dieser Gruppe bei 93.700 Euro. Auch Brutto- und Nettoinvestitionen lagen mit 74.300 Euro bzw. 23.400 Euro erheblich über dem Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe. Ganz anders stellen sich die Verhältnisse in  den Betrieben unter 30.000 Euro nachhaltigem Unternehmensgewinn. Hier fanden im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre mit 3.100 Euro kaum noch Nettoinvestitionen statt. Das Eigenkapital wurde jährlich um rund 2.500 Euro abgebaut.
 
 
46 Prozent der Betriebe mit Eigenkapitalbildung über 5.000 Euro
Die nachhaltige Eigenkapitalbildung der drei Wirtschaftsjahre 2009/10 bis 2011/12 betrug im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe 9.100 Euro. Als pauschale Messgröße zur Sicherung der Existenz eines Haupterwerbsbetriebes gilt eine Eigenkapitalbildung von 5.000 bis 10.000 Euro. Von der Gesamtheit der Haupterwerbsbetriebe erwirtschafteten im Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftjahre 46 Prozent eine Eigenkapitalbildung von mindestens 5.000 Euro. Die durchschnittliche Eigenkapitalbildung dieser Betriebe betrug 31.100 Euro. Die Bruttoinvestitionen dieser Betriebe lagen bei jährlich 78.800 Euro, die Nettoinvestitionen bei entsprechend 29.300 Euro. In den 28 Prozent der Haupterwerbsbetriebe mit nachhaltigen Eigenkapitalverlusten von jährlich über 5.000 Euro dagegen wurde zusätzliches Fremdkapital aufgenommen und gleichzeitig deutlich mehr abgeschrieben als investiert.
 
 
Viele Betriebe auf dem Rückzug aus der Landwirtschaft
Etwa 39 Prozent der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe investierten in den zurückliegenden drei Wirtschaftsjahren netto mehr als 5.000 Euro im Jahr, im Durchschnitt 48.500 Euro. Ihr Unternehmensergebnis war mit jährlich 67.500 Euro ebenso überdurchschnittlich wie die Eigenkapitalbildung mit 25.800 Euro und die Fremdkapitalzunahme mit 26.400 Euro. Anders bei den Betrieben, in denen Vermögen abgebaut wurde: Etwa 38 Prozent der Betriebe hatten in den letzten drei Wirtschaftsjahren negative Nettoinvestitionen von jährlich mehr als 5.000 Euro. Neben einem niedrigen Unternehmensergebnis sind Eigen- und Fremdkapitalabbau und damit Minderung des Unternehmensvermögens kennzeichnend für die Situation dieser Betriebe.
 
 
Fremdkapital ist in vielen Betrieben ein wichtiges Finanzierungsinstrument
Etwa 23 Prozent der Betriebe nahmen im Durchschnitt der letzen drei Wirtschaftsjahre jährlich mehr als 10.000 Euro Fremdkapital auf, im Durchschnitt dieser Betriebe waren es 55.000 Euro. Kennzeichen dieser Betriebe ist vor allem eine hohe Investitionstätigkeit. Betriebe dagegen, die ihren Fremdkapitaleinsatz in den letzten Jahren nachhaltig reduzierten, investierten zwar wesentlich weniger, zeichnen sich aber auch durch durchschnittliche Unternehmensergebnisse und Eigenkapitalbildung aus. Das belegt den gezielten Umgang mit Fremdkapital durch die Betriebe auch bei sehr unterschiedlicher struktureller Ausrichtung.
 
 
Nebenerwerbsbetriebe
 
Unternehmensergebnisse verbessert
Das durchschnittliche Unternehmensergebnis der Nebenerwerbsbetriebe lag im Wirtschaftsjahr 2011/12 bei 18.100 Euro. Dies sind 1.100 Euro mehr als im Vorjahr. Die Ergebnisse beruhen auf 1.558 ausgewerteten Nebenerwerbsbetrieben. Bei den ausgewerteten Betrieben handelt es sich vornehmlich (57 Prozent) um Betriebe mit dem Schwerpunkt Ackerbau. Die durchschnittliche Größe der Nebenerwerbsbetriebe beträgt 37,8 Hektar LF. Gegenüber dem Vorjahr sind die Flächenausstattung, die Zahl der Arbeitskräfte und insbesondere die Viehbestände zurückgegangen. Auch die Entwicklungen bei den Erträgen (nur + 0,4 Prozent) und Aufwendungen (- 1,1 Prozent) deuten darauf hin, dass sich die ausgewerteten Nebenerwerbsbetriebe stärker auf ihre außerlandwirtschaftliche Beschäftigung konzentrieren. Die wieder positive Eigenkapitalentwicklung zeigt, dass es den Nebenerwerbsbetrieben gelingt, die Substanz zu erhalten. 
 

Agrargenossenschaften
 
Viehhaltung aufgestockt
Die ausgewerteten 132 Agrargenossenschaften aus den neuen Ländern bewirtschafteten 2011 im Durchschnitt 1.537 Hektar LF. Insgesamt wurden durchschnittlich 27 Vollarbeitskräfte (AK) beschäftigt. Die Unternehmen stockten die Viehhaltung leicht auf (+ 1 Prozent), während die bewirtschaftete Fläche nahezu unverändert blieb.
 
 
Positive Entwicklung der Unternehmensergebnisse
Die betrieblichen Erträge stiegen 2011 um 11 Prozent. Die betrieblichen Aufwendungen nahmen etwas weniger zu, und zwar um 10 Prozent. Das Unternehmensergebnis (Jahresüberschuss) betrug im Durchschnitt 192.000 Euro nach 178.000 Euro im Vorjahr. Gemessen an der Kennzahl „Unternehmensergebnis plus Personalaufwand“, die einen Vergleich zwischen den Betrieben verschiedener Rechtsformen ermöglicht, wurden je Arbeitskraft 36.400 Euro erzielt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 6,5 Prozent. Bei den Haupterwerbsbetrieben betrug der entsprechende Wert 35.700 Euro (+ 0,3 Prozent). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Ergebnisse für die Agrargenossenschaften auf das Kalenderjahr 2011 beziehen und die Ergebnisse für die Haupterwerbsbetriebe auf das Wirtschaftsjahr 2011/12.
 
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